Samstag, 17. November 2018

Multikulturelle Fettnäpfchen International unterwegs? Darauf müssen Sie achten

Andere Länder, andere Sitten: Königinnengemahl Prinz Philip (links) gilt als König der Fettnäpfen und hat sich im Ausland immer wieder in die Nesseln gesetzt. Einen australischen Ureinwohner fragte er einmal interessiert: "Werfen Sie immer noch mit Speeren aufeinander?"

Katharina Starlay
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    Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Stil-Leitfäden sowie Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher (zuletzt als Hörbuch erschienen: Der Stilcoach für Männer) und publiziert über Stilthemen: Starlay.de.

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Anfang der 70er Jahre entstand ein Beruf, der heute kultig ist, so zeitgemäß wie nie: Die Profession der "Schweizermacher". In einem Land, das auf Innovation, Intelligenz und Know-how aus anderen Ländern setzte, war Integration normal. Und dafür gab es besagte Profis. Wer aber macht nun uns international - und welches sind die Hürden in einem immer internationaler werdenden täglichen Umgang? Mit der Internationalisierung erhöht sich nämlich nicht die Zahl der Länder, in denen wir uns zuhause wähnen, sondern eher die Zahl der potenziellen Fettnäpfchen.

Die professionellen Integrateure kümmerten sich um Wohnung sowie bürokratische Behördengänge und waren Meister darin, die Kultur des neuen Landes zu vermitteln. Heute läuft das vielfach ehrenamtlich. Kultureller Umgang ist aber keine Einbahnstraße, und umgekehrt sollten wir uns auch ohne das Land zu wechseln mehr denn je fragen, welche Themen in der Kommunikation mit anderen Kulturen im Weg stehen können. Warum fragen wir nicht einmal unsere Geschäftspartner, neuen Nachbarn oder Kollegen, wie es bei ihnen so läuft - da, wo sie herkommen?

Es beginnt damit, dass in großen Teilen der Welt wie Südamerika, Asien oder auch Südeuropa indirekt kommuniziert wird. Deutsche aber kommunizieren direkt. Wo der Dialog in anderen Ländern also ritualisiert wird, kommt man hierzulande gerne auf den Punkt, am liebsten schon im ersten Satz. Diese für Effizienz gehaltene Eigenheit kann im Austausch mit internationalen Gesprächspartnern aber für Irritationen sorgen und als unhöflich empfunden werden.

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Wie bewegen wir uns inmitten der Kulturen? Welche Gesten im Alltag haben unsere sensible Aufmerksamkeit verdient?

1. Anrede

Heute begegnen uns Leute, die unsere Sprache lupenrein beherrschen und Namen tragen, die wir selbst nicht aussprechen können. Im multi-kulturellen Umgang sind viele Namen noch dazu mehrteilig, und in einer unbekannten Landesprache ist oft nicht zu erkennen, ob der mittlere Name zum Vornamen oder zum Nachnamen gehört.

Es ist ein bisschen wie mit Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah, der Figur aus den Winnetou-Büchern von Karl May. Und vollends schwierig wird es im asiatischen Raum, wo der Nachname vor dem Vornamen kommt - aber andererseits die Leute oft im Umgang mit westlichen Geschäftspartnern ihre Namen von sich aus zuvorkommend umstellen. Was ist also richtig?

Fragen Sie am besten, wie Sie jemanden anreden und anschreiben dürfen, bevor Sie sich in der folgenden Korrespondenz oder in den sozialen Medien blamieren und sich entschuldigen müssen. Und bringen Sie in Erfahrung, wie der Name ausgesprochen wird!

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