Sonntag, 23. April 2017

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Die neuen Luxusuhren zur Baselworld Auftakt für die Uhren-Elite

Baselworld 2017: Das sind die neuen Luxusuhren
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Patek Philippe

Luxus-Bausatz: Die Connected Modular 45 von Tag Heuer

Mit einem Paukenschlag eröffnet Jean-Claude Biver die Baselworld als weltgrößte Luxusuhrenmesse quasi schon eine Woche vor dem offiziellen Beginn. Am Dienstagmorgen präsentiert der Uhrenchef des Luxuskonzerns LVMH die zweite Version der smartesten Luxusuhr der Welt - die 'Connected Modular 45' von Tag Heuer.

Der Clou dabei: zwei Uhrenmodule lassen sich austauschen, womit sich die Smartwatch in eine Mechanikuhr umrüsten lässt. Möglich macht das ein durchdachtes Klippsystem am Gehäuse, wodurch das elektronische Modul entfernt und von einem Chronographen-Tourbillon samt Automatikkaliber ersetzt wird. Die smarte Variante also für den Sport oder fürs Musikhören, die mechanische für das stilbewusste Auftreten im Business.

"Sie ist die Spitze der neuesten verfügbaren Technologie aus dem Silicon Valley und zugleich eine ehrliche Schweizer Uhr", wirbt Biver. Um alle 'Swiss Made' Kriterien bei der Smartwatch zu erfüllen, ließ er eine neue Produktionsabteilung bei Tag Heuer in der Schweiz errichten. Zudem lässt sich der Zeitmesser wie ein Deluxe-Baukasten individuell aus verschiedenen Farben und Materialien zusammenstellen - bis zu 56 Varianten sind möglich. Beide Zeitmesser kosten zusammen ab 18.500 Euro.

Wettlauf um Aufmerksamkeit

Die Messlatte für die diesjährige Baselworld, die am 23. März offiziell startet, ist also weit oben angelegt. Dafür ziehen die Marken alle Register: Hublot lässt Depeche Mode auf der Messe antanzen, Chronoswiss lockt verheißungsvoll mit Shades of Grey, Chopard appelliert mit Fairmined-Gold an das gute Gewissen der Kunden.

Video über die Königsklasse: So funktionieren Minutenrepetitionen

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Bild: Hublot

Omega fährt eine ganze Armada zum 60. Geburtstag seiner Ikone Speedmaster auf; bei Zenith kann die Zeit nicht schnell genug schwingen - die Manufaktur präsentiert eine Weiterentwicklung des Chronographenkalibers El Primero mit höherer Taktung.

Die Branche steht trotz kriselnder Zeiten nicht still. Hublot-CEO Ricardo Guadalupe glaubt, dass die Talsohle überschritten ist: "Während es letztes Jahr in der Uhrenindustrie durchschnittlich um über zehn Prozent zurückging, sind wir sogar um fünf Prozent gewachsen." Für 2017 sieht er eine Stabilisierung der Märkte: "Einige werden etwas besser abschneiden können als 2016. Vor allem für Hublot wird es ein rasantes Ferrari-Jahr. Die Automarke feiert ihr 70-jähriges Jubiläum und wir kreieren dafür die Uhren." Die Branche schaltet in den Ralley-Modus.

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