Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Neue Luxusuhren auf der Baselworld 2017 Retro, Purismus und smarter Luxus

Baselworld 2017: Das sind die neuen Luxusuhren
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Breitling

Viel Retrodesign, vereinzelte Innovationen und Smartwatches: Die Neuheiten der größten Luxusuhrenmesse der Welt

Prunk und Glamour herrschen noch immer auf der Baselworld. Aber früher war deutlich mehr Lametta: Auf der wichtigsten Messe der Welt für Luxusuhren und Schmuck, die heute eröffnet, treten über 200 Aussteller weniger an als im vergangenen Jahr. 2016 waren noch 1500 Marken präsent; 2017 haben die Uhrensparten vor allem von Lifestyle- und Modebrands wie Versace und Salvatore Ferragamo ihre Teilnahme abgesagt. Sogar eine komplette Halle, die 4.U, wurde geschlossen. Der Kommentar dazu von der Baselworld-Direktorin Sylvie Ritter: "Wir wollen nicht möglichst viele, sondern die richtigen Aussteller".

Die Absagen hängen mit der schlechten Nachricht zusammen, die zwei Tage vor Messebeginn offiziell bekannt wurde. Laut Schweizer Uhrenverband FH sind die Exporte im Februar zum Vorjahresmonat um weitere zehn Prozent eingebrochen - somit der 20. Monat in Folge mit einem Rückgang. Hauptursache liefert momentan der zweitgrößte Exportmarkt, die USA, mit einem Minus von mehr als 26 Prozent.

Das ist aber nur die eine Wahrheit. Die andere: die Baselworld bekommt den Konkurrenzdruck der anderen Luxusuhrenmesse aus Genf zu spüren. Die Nobelmanufakturen Girard-Perregaux und Ulysse Nardin, aber auch einige kleine Hersteller stellten dieses Jahr statt in Basel auf dem SIHH aus.

Video: Minutenrepetitionen- die Königsklasse der Uhrmacherei

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Bild: Hublot

Erstmals finden junge innovative Marken auch ihren Platz in Basels Prestigehalle 1, wo jetzt Armin Strom sowie Moritz Grossmann und Tutima aus Glashütte ausstellen. "Vielleicht haben wir das nächste Mal die Chance, einen besseren Standplatz zugewiesen zu bekommen", meint Uwe Ahrendt von Nomos.

Passend zur Randlage positioniert sich die erfolgreiche deutsche Marke mit einer Kollektion im unteren Preisbereich: "Mit der Club Campus subventionieren wir besonders Abiturienten und Hochschulabsolventen", erklärt der CEO, der selbst Vater von zwei Kindern im Abi-Alter ist.

Der Clou dabei: in den rund 1000 Euro für die Automatikuhr ist eine individuelle Gravur im Preis inklusive. "Damit haben wir wieder einen kleinen Vorsprung, denn bisher wendet sich keine andere Manufaktur an diese Zielgruppe", so Ahrendt.

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