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26.03.2013
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Küchen
Schöne neue Welt

Neue Küchen: Ergonomie und Farbe
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TMN

Zweckmäßig soll eine Küche sein, doch das allein reicht nicht mehr. Sie muss auch gut aussehen und für Gäste vorzeigbar sein. Denn der Trend geht immer mehr zum offenen Wohn-Ess-Bereich. Die Hersteller setzen dabei auf Ergonomie und Farbe. Die Neuheiten.

Köln - Eine Küche ist für die meisten Menschen noch immer eine Investition, an der sie sich lange erfreuen wollen. Viele entscheiden sich beim Kauf daher für unauffällige Varianten: Neutrale und zurückhaltende Modelle in Holz oder in den klassischen Farbe Weiß und dem beigen Magnolia sind nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) immer noch sehr gefragt. Durchschnittlich mehr als 15 Jahre vergingen, bis sich die Besitzer sattgesehen hätten.

Aber die Hersteller bemerken bei ihren Kunden zunehmend wieder Mut zu Farbe und neuen Materialien, wie auf der Küchenschau Living Kitchen im Rahmen der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne im Januar zu hören und sehen war. Komfort und Ergonomie sind weitere wichtige Aspekte, auf die die Anbieter verstärkt eingehen.

Für jeden dritten Deutschen sei die Küche mittlerweile der beliebteste Raum zu Hause, sagt AMK-Geschäftsführer Frank Hüther. Sie ist nicht nur für die Essenszubereitung da, sondern ist Wohn- und Lebensraum. Grundrisse seien zuletzt so verändert worden, dass Küchen nun als "Herz" der Wohnung verstanden und geplant werden.

Reduzierte Formensprache

"Die Bedürfnisse und Gewohnheiten haben sich verändert", ergänzt Andreas Enslin, Leiter des Designcenters beim Küchengerätehersteller Miele. Es gebe inzwischen zwei ganz unterschiedliche Richtungen bei der Wohnsituation: zum einen die geschlossene Küche. Zum anderen die offene Küche, die Bestandteil eines durchgängig gestalteten Wohn-Küchen-Bereichs ist und eher in Neubauten zu finden ist. Der AMK zufolge wohnen bereits mehr als 20 Prozent der Deutschen in solchen wandlosen Kombinationen aus "Kochen-Essen-Wohnen".

Beide Küchenarten erfordern unterschiedliche Designs, sagt Enslin: "Entweder soll der Ofen aussehen wie ein Backofen oder er soll sich wie ein Designelement benehmen." Miele bietet deshalb einerseits Geräte der Linie "Pure Line" mit reduzierter Formensprache an, die laut Enslin in ein "Möbelumfeld" - sprich offene Küche - passen. Auf der anderen Seite steht die Serie "Contour Line", die ein eher technisch geprägtes Bild hat und für geschlossene Küchen gedacht ist.

Wandelbare Küche

Bei den Küchenmöbeln finden sich immer mehr Zwitter: schicke Objekte, die in einer Küche stehen können, aber nicht müssen, weil sie sich auch im Wohnzimmer gut machen würden. Ein Beispiel dafür ist die Kollektion "Pia" von Allmilmö Design by Pia Würtz. Weil man Kochen, Essen und Wohnen verbinden will, gebe es hier auch ein Sideboard für den Wohnraum im selben Design wie die Küchenmöbel, erklärt Siegbert Baumann, Leiter des Allmilmö-Planungsbüros.

"Die Akzeptanz und damit einhergehende Ästhetisierung des Wohnraums Küche ist heute vollzogen", sagt Hüther. Gunther Reischle von Zeyko beschreibt den Trend so: "Die Küche muss nicht immer Labor sein, sie muss wandelbar sein." Früher sei sie entweder behaglich oder Profiküche gewesen. Heute tarne sich eine professionell ausgestattete Küche mit einem Wohncharakter.

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