Sonntag, 19. April 2015

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Architektur Quer durch Deutschland

Viele Millionen Euro fließen jährlich in die Unesco-Welterbestätten in Deutschland, um sie zu schützen, restaurieren und weiterzuentwickeln. Das Deutsche Architekturmuseum hat nun diesen besonderen Orten eine Ausstellung gewidmet.

Frankfurt - Kölner Dom, Hildesheimer Michaeliskirche oder die Grube Messel sowie die Schlösser in Potsdam und Berlin - sie alle haben eins gemeinsam: Sie zählen zum Unesco-Welterbe. 37 Stätten tragen in Deutschland diese begehrte Auszeichnung, die Fördergelder verspricht und Touristen anzieht. Nun hat das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt diesen besonderen Orten und Landschaften eine Ausstellung unter dem Titel "Unesco Welterbe. Eine Deutschlandreise" gewidmet.

Dabei ging es den Kuratoren nicht nur darum, die 37 Orte vorzustellen, die dürften hinlänglich bekannt sein. Die Ausstellung will auch versuchen, Wege in der Denkmalpflege und im Städtebau aufzuzeigen, wie die Denkmäler geschützt oder weiterentwickelt werden können. So sind zum Beispiel Renovierungsarbeiten im Kölner Dom ein Thema - präsentiert wird dafür auch ein Versuchsmodell für das Farbquadratfenster des berühmten Künstlers Gerhard Richter.

Dass man manches falsch machen oder gar den Titel Welterbe verlieren kann, davon zeugt sicherlich der Verlust der Auszeichnung für die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal. Durch den Neubau der Waldschlösschenbrücke verlor dieses Gebiet seinen Unesco-Status. Das dürfte schmerzen, denn Fördergelder, die sich speziell an die Unesco-Welterbestätten richten, fallen aus. Um welche Summen es dabei geht, zeigt beispielsweise der Etat des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Im Jahr 2009 bewilligte man, die Welterbestätten bis zum Jahr 2014 mit 220 Millionen Euro zu unterstützen.

akn

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