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29.10.2012
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Motorjachten
"Den Nerv treffen"

Von Alexandra Knape

Schiffdesign: Schiff Ahoi
Fotos
Courtesy Morten Strauch

Direkt gegenüber der Hamburger Werft Blohm & Voss residiert das Innenarchitekturbüro Schnaase Design. Gründerin Birgit Schnaase stattet Mega- und Superjachten mit exquisitem Design aus. manager magazin online sprach mit der Expertin über ihre Kunden und ihre Arbeit.

mm: Frau Schnaase, in Hamburg hat die Messe Hanseboot ihre Tore geöffnet. Was zeigen Sie auf der Bootsmesse?

Schnaase: Wir sind mit einer kleinen Auswahl unserer Projekte am Gemeinschaftsstand des Deutschen Boots- und Schiffbauerverband DBSV vertreten. Es ist aber auch ein Schiff zu sehen, welches wir ausgestattet haben. Es ist eine 55 Fuß lange Segeljacht der estnischen Werft "Polar Shipyard".

mm: Was haben Sie sich für diese Jacht ausgedacht?

Schnaase: Die SY Rut VIII haben wir mit Teakfunier für die Möbel und mit einem weißem Fußboden ausgestattet. Dazu haben wir noch ausdrucksstarke rote Akzente gesetzt.

mm: Zum Beispiel?

Schnaase: Alle Handläufe sowie die Stütze, die am Niedergang als Festhaltemöglichkeit und Struktur dienen, haben ein edles rotes Leder als Ummantelung erhalten. Die Kunden haben am Beginn der Planung eine rote Espressomaschine in ihrem Lieblingsfarbton gekauft und der wurde zum sprichwörtliche roten Faden des Designs.

mm: Was ist Ihr Markenzeichen?

Schnaase: Im Allgemeinen würde ich als unser Markenzeichen betrachten, dass wir einen Stil wählen, der zum Kunden passt. Wir legen größten Wert darauf, dass unsere Kunden zufrieden sind. Es geht nicht darum, dass wir uns profilieren.

mm: Sie sind seit 17 Jahren im Markt, zu ihren Kunden gehören Menschen, die genug Geld für eine Megajachten übrig haben müssen. Hat sich mit der Wirtschaftskrise der Markt verändert?

Schnaase: Der Markt für die ganz großen Megajachten ist nicht wirklich von der Krise betroffen. Es gibt ja nach wie vor sehr vermögende Menschen. Anders sieht das im Bereich für Jachten aus, die zwischen 20 bis 60 Meter lang sind. Ich beobachte, dass weniger dieser Jachten neu gebaut, dafür aber häufiger bestehende Schiffe umgebaut werden.

mm: Haben sich die Kunden verändert?

Schnaase: Die Kunden von heute sind viel besser informiert als noch vor beispielsweise 15 Jahren. Wir reisen heute alle mehr und können uns im Internet alle Informationen besorgen. Das lässt auch die Erwartungen wachsen. Heute wird vorausgesetzt, dass wir alles kennen - das reicht von der Designgeschichte Taiwans bis zur modernsten Kommunikationstechnik.

mm: Wie decken Sie das ab?

Schnaase: Wir verbringen einen guten Teil unserer Zeit mit dem Besuch von Fachmessen für Jachten, Schiffe, Flugzeuge sowie Möbel und Materialien. Ferner recherchieren wir, was es an Materialien gibt und haben oft die Vertreter der unterschiedlichen Hersteller im Haus. Und bei großen Projekten holen wir uns Fachleute hinzu. So nutzen wir zum Beispiel im Bereich Kommunikation und in der Unterhaltungselektronik das Wissen von Spezialisten. Unsere Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von perfekten Raumkonzepten - auf den Materialien, Formen und auf der Lichtinszenierung.

mm: Haben Ihre Kunden in der Regel eine genaue Vorstellung, wie das Interieur ihrer Jacht aussehen soll?

Schnaase: Das ist unterschiedlich. Manche Kunden wissen sehr genau, was sie wollen, andere nicht. Deshalb haben wir einen Fragebogen entwickelt, mit dem wir versuchen, das Beste aus unseren Kunden herauszukitzeln, um möglichst genau den Nerv zu treffen.

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Zur Person

  • Copyright: Courtesy Morten Strauch
    Courtesy Morten Strauch
    Birgit Schnaase gründete vor rund 17 Jahren das Büro Schnaase Design in Hamburg. Zusammen mit ihrem Team entwirft sie die Innenausstattung von Segel-, Super- und Megajachten, neuerdings auch für Flugzeuge, Flußkreuzfahrtschiffe und Häuser.









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