Mittwoch, 14. November 2018

Shopping-Tour durch Wien Wiener Schätze

16. Teil: Angewandter Schmuck - Florian Ladstätter

Der ganz eigene Halsschmuck - kreiert von Ladstätter
"Ich komme aus einer Szene, die Schmuck immer als Kunst gesehen und in Vitrinen ausgestellt hat", sagt Florian Ladstätter. Das war ihm aber zu wenig, er möchte seine Arbeiten nicht nur als autonome Objekte sehen.

Überraschende Formen mit immer neuen Materialkombinationen machten so auch den Wiener Designer in kurzer Zeit international erfolgreich. Klobige Ketten, dicke Taue mit Anhängern aus glänzendem schwarzem Kunststoff, Schmuckobjekte wie Ochsenziemer, Erotisches wie aus dem Boudoir oder Gespenstisches wie aus den "Alien"-Filmen gehören ebenso zum Repertoire wie feine Perlenketten, metallisch glänzend oder aus Kristall und Kunststoff.

Dabei arbeitet er gern mit neuen und ungewöhnlichen Materialien. Statt Edelmetalle verwendet er lieber weißes Teflon, lässt schwarzen Kunststoff zu organischen Formen schmelzen oder gießt Kunstharz zu massiven Kettenkugeln, deren Oberflächen dann eigentümlich natürlich anmuten. Nie geht es um das Schmuckstück allein, betont der Designer. "Schmuck ist erst spannend, wenn er getragen wird. Egal ob für ein Foto, auf Modeschauen oder im Alltag." Japan sei sein größter Markt - "aber in Wien habe ich mein Atelier und mache meine Arbeit. Hier bin ich daheim."

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