Freitag, 14. Dezember 2018

Ostsee-Resort Weissenhaus 75 Hektar Luxus

Weissenhaus: Neuer Luxus an der Ostseeküste
Weissenhaus

Reich und reich gesellt sich gern: Das Resort Weissenhaus ist das ambitionierte Projekt des Internetpioniers und Multimillionärs Jan Henric Buettner. Am Montag eröffnet er das einzigartige Luxusdorf an der Ostsee. manager-magazin.de war schon vorher da.

Weißenhaus - Jan Henric Buettner, Multimillionär und Luxushotelbesitzer, sitzt am Strand und sagt: "Am liebsten wäre ich jetzt am Strand." Links flankiert von der sanft in der Sonne plätschernden Ostsee, rechts von seinem Restaurant "Bootshaus" (13 Punkte in der Feinschmeckerbibel Gault Millau), denkt Buettner über die Frage nach, ob er im Urlaub gut entspannen kann. "An einem Strand, an dem ich nicht links und rechts die Arbeit sehe", ergänzt er und zeigt eine dicke Mappe in seiner Tasche. Noch viel zu tun.

Für Buettner geht an diesem Wochenende der Endspurt eines Projekts los, an dem er seit neun Jahren arbeitet. Damals kaufte er, einem eher spontanen Impuls folgend, ein ganzes, nahezu leerstehendes Dorf inklusive Schloss direkt am Meer, um es in ein Luxusresort der Superklasse zu verwandeln. Die idyllische, aber damals sehr heruntergekommene 75-Hektar-Anlage mit drei Dutzend historischen Gebäuden an der Hohwachter Bucht liegt knapp anderthalb Autostunden von Hamburg entfernt. Das Kapital dafür kam zu großen Teilen aus einem spektakulären Vergleich mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Bertelsmann.

Für den hatte er mit seinem Kollegen Andreas von Blottnitz den Internetanbieter AOL Deutschland geführt. Bertelsmann verkaufte seine AOL-Europe-Anteile Anfang 2000 für mehr als 6,5 Milliarden Dollar. Nach einem dreijährigen Rechtsstreit, in dem es um eine vom damaligen Bertelsmann-Chef zugesicherte Beteiligung ging, einigte man sich in einem Vergleich auf eine Zahlung von 160 Millionen Dollar für die beiden.

Internetpionier Buettner hatte also ein solides Polster im Rücken, als er an den Ferienort seiner Kindheit zurückkehrte - und sah, dass das Ensemble rund um das alte Herrenhaus zum Verkauf stand. "Ich wohne vergleichsweise bescheiden. Ich fühle mich nicht wohl in wahnsinnig vielen Räumen. Deshalb war es für mich nie eine Option, das Schloss als Wohnsitz herzurichten. Ich wollte hier eine Maschine draufsetzen, die sich selbst trägt - und wo ich mal hinkommen und genießen kann", erzählt Büttner.

Weißenhaus wurde "Grand Village Weissenhaus Resort & Spa am Meer"

Vor fünf Jahren begann der Umbau von Weißenhaus in das "Grand Village Weissenhaus Resort & Spa am Meer", wo die Zimmerpreise zwischen 350 und 1350 Euro liegen. Am Montag soll die Eröffnung der Luxusdestination steigen. Nach einem längeren Soft-Opening sollen bis dahin auch Spa und die Schloss-Suiten einschließlich der 100 Quadratmeter großen "Gräflichen Suite" mit Privatsauna und Meerblick fertig sein.

Am Wochenende vorher wuselt das Gelände vor Handwerkern: Draußen überall schweres Gerät, es wird gebaggert, planiert, Rollrasen wird ausgelegt. Drinnen Maler, Möbelbauer, Installateure, Elektriker. Buettner freut sich: Gerade ist die Schneekammer fertig geworden, in der erhitzte Saunagäste im künstlichen Gestöber Abkühlung finden sollen.

Vom Schloss aus führt ein Tunnel direkt in das großzügige Spa. Dort watet gerade noch ein Schwimmbadtechniker in wasserdichter Hose durch den mit silberglitzerndem Naturstein ausgelegten Pool, um die Automatiktüren zwischen Innen- und Außenbecken zu testen. 24 Stunden täglich soll das Spa geöffnet sein, kein Gast soll je auf irgendetwas warten oder verzichten müssen.

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