Montag, 25. März 2019

Fünf Reisetipps für Südkorea Wildes Grün und bunte Städte

Südkorea: Unterwegs in Boseong, Gyeongju und Busan
Korea Tourism Organization/dpa-tmn

Schillernd bunte Markthallen und sattgrüne Teeplantagen, lautstarke Popmusik und leise Töne zwischen alten Gemäuern, Straßen voller Gedränge und Einsamkeit auf bergigen Pfaden: Der Süden Südkoreas ist eine Herausforderung für die Sinne.

Die Hauptstadt Seoul mit ihren weitläufigen Palästen, die Demilitarisierte Zone an der schwerbewachten Grenze zu Nordkorea, die wilden Berge im Seoraksan-Nationalpark: Viele Touristenattraktionen in Südkorea liegen im Norden des Landes. Es gibt aber gute Gründe, auch den äußersten Süden der koreanischen Halbinsel zu besuchen und gut eine Woche dafür einzuplanen. Eine abwechslungsreiche Annäherung in fünf Schritten.

Das Stadtzentrum von Jeonju

Südkorea
Anreise
Nonstop-Flüge von Deutschland nach Seoul bieten Lufthansa (ab Frankfurt/Main und München) sowie Korean Air und Asiana Airlines (jeweils von Frankfurt/Main aus). Die KTX-Schnellzüge der Bahngesellschaft Korail verbinden Seoul mehrmals am Tag mit Jeonju und Busan. Mit einem englischsprachigen Navigationsgerät im Auto ist die Nutzung eines Leihwagens unproblematisch, ein internationaler Führerschein muss bei der Anmietung zwingend vorgelegt werden. Deutsche Touristen brauchen einen Reisepass, bis 90 Tage Aufenthalt aber kein Visum.
Klima und Reisezeit
Südkorea hat wie Mitteleuropa vier Jahreszeiten. Juli und August sind mit Tageshöchstwerten nahe 30 Grad, viel Regen und hoher Luftfeuchtigkeit nicht die besten Monate für einen Besuch. Angenehm sind April, Mai und Anfang Juni sowie September und Oktober.
Geld
Ein Euro sind etwa 1270 südkoreanische Won. Das Bezahlen mit Kreditkarten ist weit verbreitet. :cb:
Weitere Informationen
Koreanische Zentrale für Tourismus, Baseler Straße 35-37, 60329 Frankfurt (Tel.: 069/23 32 26, E-Mail: kto@euko.de, http://german.visitkorea.or.kr/).

In Südkorea stehen jede Menge Hochhäuser - das ist einer der ersten Eindrücke bei einem Besuch des Landes. Apartment-Silos und Beton-Wohntürme prägen nicht nur in Seoul ganze Stadtviertel. Die ersten wurden in Zeiten starken Wirtschaftswachstums in den 1960er Jahren hochgezogen, noch heute werden ständig neue gebaut.

Ganz anders wirkt die Innenstadt von Jeonju, weniger als zwei Schnellzugstunden südlich von Seoul: Sie ist Südkoreas größtes geschlossenes Ensemble von Häusern im traditionellen Hanok-Baustil. Rund 800 Wohngebäude und Läden gibt es in dem Hanok-Village, flache Häuser mit dunklen Dachziegeln und kunstvoll geschwungenen Giebeln. Eng stehen sie beieinander, getrennt durch schmale Gassen. Es lohnt sich hineinzugehen, wenn man ein wenig seine Ruhe haben will.

Denn auf den etwas breiteren Straßen im Hanok-Village drängeln sich die Besucher. Viele von ihnen haben ihre Alltagskleidung für ein paar Stunden gegen eine koreanische Hanbok-Tracht getauscht: Die Frauen tragen bunte, weitschwingende Röcke, die Männer lange Gewänder und oft breitkrempige Hüte. Diese Maskerade ermöglichen in Jeonju ähnlich viele Verleihgeschäfte, wie es Restaurants gibt, in denen das hier erfundene Reis-Fleisch-Gemüse-Ei-Gericht Bibimbap serviert wird.

Im Hanbok durch das Hanok-Village zu laufen, ist jedoch nur bedingt ein Eintauchen in frühere Zeiten. Niemand vergisst hier die Gegenwart und ihre Kultur, dafür sorgen die lauten K-Pop-Klänge, die scheinbar unvermeidlich aus fast jedem Geschäft heraus die Gehwege beschallen. Weniger schrill geht es auf dem Gelände der Gyeonggijeon Hall zu, einem ummauerten Komplex mit mehreren Schreinen und dem Königlichen Porträtmuseum. Oder man steigt im Südosten des Zentrums nahe des Omokdae-Pavilions auf einen Hügel, von dort aus ist der Blick über Jeonjus Hanok-Dächer besonders gut.

Flache Gebäude, dunkle Dächer: Das Zentrum von Jeonju ist Südkoreas größtes zusammenhängendes Gebiet von Häusern im tradionellen Hanok-Baustil.
Korea Tourism Organization/dpa-tmn
Flache Gebäude, dunkle Dächer: Das Zentrum von Jeonju ist Südkoreas größtes zusammenhängendes Gebiet von Häusern im tradionellen Hanok-Baustil.

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