Sonntag, 22. April 2018

Luxushotels in Lissabon Rast als Gast im Palast

Reisetipps für Lissabon: Zu Gast in den schönsten Palasthotels
Fotos
Pestana Palace

Lissabon ist voller alter Paläste. Manche davon liegen immer noch halb verfallen im Dornröschenschlaf, viele aber sind zu stilvollen Luxusherbergen umgebaut worden. Hier sind die fünf schönsten Palasthotels in Lissabon - eine streng subjektive Auswahl.

Palacio Belmonte: Der Kunstpalast

Christian Loubotin kommt immer wieder, und Jeremy Irons verriet dem Magazin "Vogue", dass der alte Palast in Lissabons altem, arabisch geprägtem Stadtteil Alfama sein Lieblingshotel ist. Der "Palacio Belmonte" ist zwar überall als Fünf-Sterne-Hotel gelistet, doch alles strahlt die Atmosphäre eines luxuriösen Privathauses aus. "Nach üblichen Standards ist das Palacio Belmonte kein Hotel", erklärt Miteigentümerin Maria Mendonca, "es gibt keine Rezeption, keine Menschenmassen, keinen Fernseher, keine Schokolade auf dem Kopfkissen, nur Schönheit und Einfachheit."

Statt eines modernen Aufzugs befinden sich unzählige Treppenstufen im Palast - "ein Fitness-Programm für die Gäste, das sie gar nicht bemerken", erklärt Mendonca. Eine traditionelle Belüftung statt einer High-Tech-Klimaanlage sorgt das ganze Jahr hindurch für ein gesundes Raumklima. "Alles in unserem Haus ist natürlich. Auch alles, was wir zu essen anbieten, ist einfach und organisch", sagt Mendonca.

Die Gastgeber, das exzentrische Künstlerpaar Frederic Coustals und Maria Mendonca, erfüllen ihren illustren Gästen jeden Wunsch: Ein Masseur kann in die Suite bestellt werden, Essen wird auf Wunsch vom 2-Sterne-Koch José Avillez angeliefert oder im benachbarten Cultural Cafe zubereitet. Einen Fernseher vermisst man bei mehr als 4000 Büchern und Kunstbildbänden im Haus auch nicht.

Coustals und Mendonca haben den Palast entdeckt und renoviert und betreiben das Luxushotel wie ein Kunstprojekt mit sozialer Note. Ein Flügel des Palastes, der auch schon für viele Popstars wie One Republic oder Radiohead eine diskrete Rückzugsmöglichkeit bot, wird immer noch von den alten, sozial schwachen Mietern für einen geringen symbolischen Mietpreis bewohnt.

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH