Donnerstag, 21. März 2019

Filmfestival und Skispaß in Utah Das größte Skigebiet der USA

Park City: Skispaß und Weltstars in Utah
Park City Chamber Bureau/dpa-tmn

Mit dem Sundance Film Festival lockt der Schauspieler Robert Redford jeden Winter Hollywood-Größen nach Park City in Utah. Das größte Skigebiet der USA ist ohnehin ein Spektakel. Doch in dem kleinen Resort des Stars geht es gemächlich zu.

Wenn in Park City Skifahren zur Nebensache wird, hat das einen Grund: das Sundance Film Festival. Einmal jährlich im Winter (dieses Jahr 24. Januar bis 3. Februar) verwandelt Robert Redford mit seinem Independent-Kino-Event den Skiort mit dem größten Skigebiet der USA in Klein-Hollywood. statt. In dieser Zeit ist Park City besonders teuer, allerdings sind die Pisten nicht so voll.

Mark Mylar liebt diese Woche Ende Januar, wenn Steven Spielberg mit Gwyneth Paltrow am Arm durch den Schnee über die Main Street stapft, sich Demi Moore für die Fotografen in Pose schmeißt und Pierce Brosnan lässig an der Bar lehnt. Dabei ist Mylar gar kein großer Kinofan. "Die Sundance-Woche ist grandios, weil dann das Skigebiet so leer ist", sagt der leidenschaftliche Skifahrer, der als Ski Patroler die Lawinengefahr überwacht.

Mylar kennt nicht einmal die Hälfte der Hollywood-Größen, die da im Outdoor-Look zwischen dem Egyptian Theater, den zahlreichen Event-Locations und den überfüllten Restaurants, Kneipen und Clubs hin- und herpendeln. Aber er kennt in Park Citys Skigebiet jede Abfahrt und jeden Geheimtipp abseits präparierter Pisten. Mylar lebt in Park City, doch er fährt überall in Utah Ski. So viel Auswahl wie in dem Bundesstaat gibt es sonst nirgendwo in Nordamerika: Zehn Top-Gebiete sind in weniger als einer Stunde vom Flughafen Salt Lake City aus erreichbar - darunter das Sundance Mountain Resort von Robert Redford.

Das Resort versteckt sich zu Füßen des Mount Timpanogos in einem Tal, das der Schauspieler in den 1960er Jahren gekauft hat. Wie das Filmfestival ist auch das Resort nach Redfords Paraderolle in "Butch Cassidy and the Sundance Kid" benannt. Auf Deutsch hieß der Film "Zwei Banditen". In der Lodge neben der Talstation eines in die Jahre gekommenen Sessellifts hängen ein paar Fotos von Redford, einen Kult um seine Person betreibt der eher scheue Star nicht.

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Sundance ist ein kleines Skigebiet mit nur fünf Liften und 45 Abfahrten, die von der Bearclaw Cabin auf dem 2515 Meter hohen Gipfel durch lichte Espenwälder ins Tal führen. Einige Pisten sind an vier Tagen in der Woche auch abends unter Flutlicht befahrbar. Aber Sundance ist mehr als ein normales Ski-Resort. Es handelt sich auch um ein kleines Kulturzentrum mit Ateliers und Workshops. Da wird getöpfert, gemalt und Schmuck gefertigt. Redford war immer schon ein Förderer der Künste und ein Umweltschützer. Er hat in Sundance möglichst wenig gebaut, um viel Natur zu erhalten.

Sundance ist ein Zwerg verglichen mit Park City, das seit dem Zusammenschluss mit dem Nachbarn Canyons zum größten Skigebiet der USA aufstieg. Dort gibt es 30 Quadratkilometer befahrbare Fläche, mehr als 348 Abfahrten, 41 Lifte und fast ein Dutzend Terrainparks und Halfpipes. Laut Statistik rieseln im Schnitt mehr als neun Meter Schnee pro Jahr vom Himmel. Park City ist berühmt - wegen seiner Größe, des seit 1978 veranstalteten Sundance Film Festivals und der Olympischen Winterspiele von Salt Lake City 2002.

Damals war Park City das alpine Herz der Spiele, als man sich über Olympia noch freute und nicht über die Gigantomanie und Geldmacherei des größten Sportereignisses der Welt verärgert war. Die Spiele brachten das idyllisch in einem Talschluss gelegene Städtchen weltweit in alle Medien, aber nur kurz.

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