Freitag, 24. Februar 2017

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Studie über Meilenprogramme der Airlines Wer den besten Payback bietet

Meilenprogramme: Die besten Tipps für Vielflieger
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DPA

Flugmeilen sind längst eine Schattenwährung geworden - aber was bekommt man wirklich dafür? Reiseexperte Alexander Koenig vom Portal First Class & More hat in einer Studie untersucht, was die Airlines an Gegenwert bieten - und welche dabei am besten abschneidet.

mm: Sie haben in einer groß angelegten Studie die Meilenprogramme der Airlines untersucht. Gibt es eine Fluggesellschaft, die bei der Gesamtwertung ganz vorn liegt?

Koenig: Wir haben vier unterschiedliche Bereiche betrachtet: Zunächst ging es um das beste Flugprodukt, dann um das Meilensammeln, anschließend haben wir uns die Statusvorteile und den Statuserwerb angesehen und am Ende das Thema Meilen einlösen. In jedem Bereich liegt eine andere Airline vorne. In der Gesamtwertung konnte sich am Ende Lufthansa Miles & More denkbar knapp an die Spitze setzen.

mm: Wenn man jetzt nur einmal den Payback-Wert betrachtet, also, wie oft man eine Strecke fliegen muss, um ein Ticket auf derselben Strecke komplett mit Meilen bezahlen zu können - wer macht da das Rennen?

Koenig: In der Business Class liegt Turkish Airlines ganz klar vorne. Im Schnitt erhält man dort auf einem Flug fast 24 Prozent der Meilen, die man für einen Freiflug auf derselben Strecke benötigen würde. Das liegt in erster Linie an den sehr niedrigen Meilenpreisen für die günstigsten Prämientickets. Am Ende des Spektrums liegt Air France mit knapp 12 Prozent. Das heißt: Dort muss man mehr als acht Mal fliegen, um genug Meilen für einen Freiflug zusammen zu bekommen.

mm: Und in der First Class?

Koenig: Dort bietet Lufthansa mit knapp 17 Prozent den besten Payback, während Air France auch hier mit etwas mehr als 7 Prozent abgeschlagen am Ende liegt. Bei Air France macht sich bemerkbar, dass die Airline ihr Vielfliegerprogramm im Juni durch massive Erhöhung der Meilenpreise stark entwertet hat. Im Grunde genommen ist damit das Programm uninteressant geworden.

mm: In krassen Einzelfällen zahlt man, wie Sie vorrechnen, für einen Flug mit Meilen sogar mehr Geld dazu, als derselbe Flug ganz ohne Meileneinsatz kosten würde. Wie kann so etwas passieren? Ist das Absicht oder haben die Airlines ihre eigenen Programme nicht im Griff?

Koenig: Das Problem, dessen sich die meisten Endkunden nicht bewusst sind, sind die Steuern und Gebühren, die auch bei Prämientickets anfallen. Je nach Flug machen sie leicht bis zu 70 oder 80 Prozent des regulären Flugpreises aus, zumindest bei günstigen Economy Class Tickets. Ärgerlicherweise werden diese Steuern und Gebühren für Prämienflüge gesondert festgelegt. Die krassesten Änderungen gab es in den letzten Monaten bei Emirates. Früher bot der Golfcarrier seine Prämientickets mit Steuern und Gebühren um die 100 Euro pro Flug an. Nach Einführung einer sogenannten "Carrier imposed surcharge" ist alles nur noch Willkür und sehr oft höchst unattraktiv.

mm: Wieso?

Koenig: Wenn ich etwa dasselbe Flugticket von Dubai nach New York und zurück einmal als sogenannten Business Class SAVER Tarif mit Meilen buche, zahle ich 125.000 Meilen plus 750 Dollar Steuern. Buche ich im FLEX Tarif, zahle ich 200.000 Meilen und 1.372 Dollar Steuern. Bei diesen Zuzahlungen muss sich eigentlich jeder Kunde veräppelt vorkommen, zumal er im genannten Beispiel auch noch mehr Meilen zahlt. Immer mehr Airlines versuchen, das Maximum aus ihren Kunden herauszusaugen.

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