Sonntag, 20. Mai 2018

Reisetipps für Mauritius Ein Trip ins Blaue - aber preiswert

Reise ins Blaue: Mauritius günstig(er) erleben
Fotos
TMN

Mauritius ist eine Reise ins Blaue. Da ist der Himmel, der nicht einfach irgendwie blau ist. Er ist azurblau am Morgen und strahlend himmelblau am Mittag. Nachmittags wird sein Blau oft meliert von weißen Zuckerwatte-Wolken, manchmal auch von grauen Schauerwolken bedeckt. Aber das stört wenig. Mit Wolken wirkt ein Foto von den paradiesischen Stränden spannender. Und da ist das Blau des Meeres rund um die Insel im Indischen Ozean. Über den Korallenriffen nimmt das Wasser ein intensives Türkis an, an tiefen Stellen einen Azurton und bei Bewölkung ein eindringliches Graublau.

Die Reise ins Blaue hat ihren Preis. Mauritius ist teuer. Die Flüge und Übernachtungen in den exklusiven Resorts treiben die Urlaubskosten nach oben. Doch es geht anders. Vielerorts kann man recht günstig in netten Gasthäusern wohnen, es gibt Apartments für Selbstversorger. Und es lässt sich bei den Ausflügen sparen, wenn man die Insel auf eigene Faust mit Mietwagen und Bus erkundet.

Mauritius ist etwas kleiner als das Saarland. Mit dem Auto kommt man meist gut voran: Die großen Schnellstraßen sind besser in Schuss als viele deutsche Autobahnen. Die kleineren Straßen jedoch sind durchaus baufällig und gehen oft in Schotterpisten über. Der öffentliche Bus ist eine günstige Alternative, das Liniennetz weit verzweigt. Wer etwas mehr Zeit einplant und es nicht scheut, ein paar Meter zu Fuß zu gehen, der kann fast alle Sehenswürdigkeiten günstig erreichen.

Inselfinder: So finden Sie Ihr Traumziel im Indischen Ozean

Der Osten von Mauritius wird von großen Hotelkomplexen dominiert. In Grand Baie im Inselnorden lässt sich günstiger unterkommen. Die Region ist bei den Einheimischen beliebt wegen ihrer Bars und Clubs. Wer es beschaulich mag, kann sich in einem Gasthaus am Ortsrand in Richtung der Landzunge Pointe aux Canonniers einnisten. Hier ist Grand Baie noch das, was die Ortsmitte vor der Erschließung durch den Tourismus war: ein verschlafener Fischerort.

An der Hauptstraße steht ein tamilischer Tempel hinter einer rot-weiß-gestreiften Mauer mit Türmen, die von Hunderten Figuren übersät sind. Der Tempel kann kostenlos besichtigt werden. Danach sollte man zu Fuß in die engen Gassen in Richtung Meer abbiegen. Auch wenn es so aussieht, als landete man in einem Privatgarten - keine Scheu, weitergehen. Es ist öffentlicher Grund, aber die Menschen haben sich die letzten zwei, drei Meter vor ihrem Grundstück zum Wasser erobert.

Unten am Wasser findet abends und an Wochenenden das Leben statt: Hier stehen die Männer vor Sonnenuntergang an der Kaimauer und werfen die Angeln aus. Dazu dudeln kitschige Liebeslieder aus einem Ghettoblaster. Die Alten sitzen schwatzend auf weißen Plastikstühlen und kommentieren den Fang. Kinder fahren auf Rädern vorbei.

Dem kleinen, teils etwas baureifen Weg lässt sich über Kilometer folgen. Aber am meisten Spaß macht es, sich in einem der kleinen Supermärkte ein kühles Bier zu kaufen und sich an einer belebten Ecke zu den Menschen zu gesellen. Hier kann man ein Buch lesen und ab und zu aufblicken, um das Treiben zu beobachten. Kosten: 50 Cent fürs Bier - und am besten noch 40 Cent für leckere Bananenchips mit Chili drauflegen.

Seite 1 von 3

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH