Mittwoch, 24. Oktober 2018

Mit Jeff Bezos und Elon Musk zu den Sternen Wie Sie künftig ins All reisen - und was das kosten wird

2. Teil: Mit Elon Musk ins All

Modell der Dragon-Raumkapsel

Der Anbieter: Elon Musk ist vor allem als Chef von Tesla Börsen-Chart zeigen bekannt. Der Erfolg der Elektroautofirma verleiht ihm den Nimbus des Weltveränderers - und das nötige Geld, um auch mit seinem Raumfahrtbetrieb SpaceX Furore zu machen. Als private Ergänzung zu Nasa, Esa und Co. ist die Firma schon gut im Geschäft, Satelliten auf Kreisbahnen um die Erde zu setzen. Der Wettlauf ins All - in den 1960er Jahren noch von den Supermächten Sowjetunion und USA ausgefochten - ist im 21. Jahrhundert eine Privatangelegenheit zweier Milliardäre von der Westküste.

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Bild: AP / Wochit

Das Fahrzeug: Auch wenn Bezos ihm mit der sicheren Landung der zurückgekehrten New-Shepard-Rakete die Show stahl, hat Elon Musk seitdem nach mehreren Fehlversuchen wieder die Nase vorn. Die Falcon 9 von SpaceX (mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff angetrieben, nicht etwa elektrisch) ist seit Ende März die erste Rakete, die zum Recycling auch tatsächlich benutzt und erneut ins All geschossen wurde. Auch für die Passagierkapsel gibt es mit der Dragon V2 längst ein Modell.

Wohin die Reise geht: Einmal rund um den Mond fliegen ist schon ein anderes Kaliber als nur mal kurz die Erdkrümmung sehen. "Die Gelegenheit für Menschen, erstmals seit 45 Jahren in den äußeren Weltraum zurückzukehren", feiert Musk. Dieses Privileg wird zunächst zwei zahlenden Passagieren vorbehalten. SpaceX nutzt dieselbe Plattform am Kennedy Space Center in Cape Canaveral, von der auch die historische Mondmission Apollo startete.

Wann es losgeht: Ende 2018 soll der Erstflug laut einer SpaceX-Ankündigung von Februar stattfinden. Zuvor wird die Dragon-Raumkapsel noch 2017 unbemannt an die Internationale Raumstation ISS andocken, später im Auftrag der Nasa auch Geräte und Astronauten dorthin fliegen.

Was es kostet: Die beiden Passagiere haben laut SpaceX eine "erhebliche Anzahlung" geleistet, das kennt man schon von Tesla. Die Kosten dürften in die Millionen gehen - ein sehr exklusives Vergnügen.

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