Dienstag, 20. November 2018

Bildband "Hit the Road" Im Van auf Abenteuersuche

"Hit the Road": Aussteigerträume im Auto
Fotografie von Cali Laffranconi & Conan Schilling, aus Hit the Road, Copyright Gestalten 2018

Fotoplattformen wie Instagram sind voll von "Van Life"-Bildern, und die Community bekommt nicht genug davon: Der Traum vom unbeschwerten Leben auf Tour in einem gemütlichen Fahrzeug (und das mit möglichst gutaussehendem Partner oder Partnerin) spricht viele an. Einfach in den VW-Bus, den Wassertank füllen und los geht das persönliche Road Movie.

Ein neuer Bildband versammelt Menschen, die diesen Traum wahr gemacht haben - ob als Einzel-Nomade, als Familie oder als Paar. Manche zog es eher weg aus ihrem alten Leben, andere eher hin zu einer neuen Idee von dessen Gestaltung - und einige kamen vom Reisen gar nicht mehr los, wie Autor Chris Scott, der seit 1982 auf und in unterschiedlichsten Vehikeln durch die Sahara reist und Reisebücher schreibt. Er rät Vanlifern: "Man sollte sich Zeit lassen. Die Welt gibt es seit etwa 4,6 Milliarden Jahren - da kommt es auf eine Woche mehr oder weniger nicht an. Einfach die Angst hinter sich lassen und beginnen die Freiheit zu genießen."

Buchtipp

Hit The Road
Vans, Nomaden und Abenteuer

Die Gestalten Verlag, 272 Seiten, gebunden, Februar 2018, 35 Euro

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So wie Cali Laffranconi und Connan Schilling. Die Argentinier wollten drei Monate durch Australien reisen - daraus wurden 10 Monate; und weil ihr VW-Bus nach 30.000 Kilometern den Geist aufgab, stieg das Paar auf ein Toyota-Wohnmobil um. "Unser gesamtes Hab und Gut wiegt neunzig Kilogramm und befindet sich in unserem Auto", sagen die beiden.

Familie Bell startete vor sechs Jahren in Kapstadt - mit zwei kleinen Kindern. Und lebt seither in einem robusten Land Rover Defender 130 Td5, Baujahr 2003, mit Anbauzelt. Mittlerweile haben sie schon 200.000 Kilometer zurückgelegt, durch Afrika, Südamerika, Kanada und die USA. Als nächstes wollen sie nach Europa. Das hart erarbeitete Vorstadt-Vorzeigeleben, schreibt Vater Graeme Bell, sei einfach nichts für sie gewesen. Die Kinder werden jetzt unterwegs unterrichtet. "Das Leben ist zu kurz, um nur fürs Geld zu leben. Wir wollen nichts mehr bereuen."

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