Dienstag, 28. Juni 2016

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Business-Knigge Afrika Geschichte kennen, zurückhaltend sein - und auf die Namen achten

Business-Knigge: Erfolgreich unterwegs in Afrika
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AFP

Zeitliche Flexibilität, ein Gespür für Geschichte und zurückhaltendes Auftreten können einen in Afrika weit bringen.

Wenn Turkish-Airlines-Chef Temel Kotil auf Afrika zu sprechen kommt, gerät er schnell ins Schwärmen. Der Kontinent sei "Europas Zukunft", "ein Paradies in der Nachbarschaft": 1,2 Milliarden Menschen, mehr Rohstoffe als in China. Das rasante Bevölkerungswachstum des Kontinents (Nigeria soll bis 2050 zum drittgrößten Land der Welt aufsteigen) birgt eine Vielzahl von Problemen, aber auch Chancen.

Denn in vielen der Länder reift allmählich eine stabile Mittelschicht heran, die ihre Bedürfnisse befriedigt haben möchte. Das schafft Nachfrage. Afrikas Volkswirtschaften wachsen derzeit um 4,5 Prozent, 2016 sollen es sogar 5 Prozent sein.

Wer sich unternehmerisch vor Ort engagieren will, muss sorgfältig auf die Gepflogenheiten des jeweiligen Landes achten. Jeder Staat hat seine ganz eigene Kolonialgeschichte. Und viele haben mit den Spätfolgen sozialistischer Regime zu kämpfen. Die Afrika-Statthalter deutscher Konzerne haben also oft Standorte im Portfolio, die so unterschiedlich sind wie Grönland und Tahiti.

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Erfolgreich unterwegs
Juli 2015

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Da ist Flexibilität gefragt. Es gibt aber auch Regeln, die für den ganzen Kontinent gelten. Viele afrikanische Gesellschaften sind muslimisch geprägt - daher empfiehlt sich Respekt vor allem Religiösen, äußerste Zurückhaltung dem anderen Geschlecht gegenüber, Vorsicht mit Alkohol. Zudem sollte man Geduld mitbringen.

"Europäer haben die Uhren, Afrikaner haben die Zeit", zitiert Asmau Nitardy vom Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft eine Expatriate-Weisheit. "Deutsche wollen immer viel zu schnell auf den Punkt kommen. Chinesen machen das besser, die reisen in großen Gruppen an, nehmen sich Zeit, bringen Geschenke mit und laden erst einmal zu vielen Essen ein."

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