Freitag, 15. Dezember 2017

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Eine Art Tesla fürs Gepäckband? Dieser Koffer rollt autonom

Immer schön bei Fuß: Autonomer Koffer von Travelmate Robotics
Youtube / Travelmate
Immer schön bei Fuß: Autonomer Koffer von Travelmate Robotics

Koffer werden getragen, gerollt, geschoben. Und in seltenen Fällen sitzt man sogar darauf. Aber dass sie dem Reisenden folgen wie ein Mops dem Herrchen? Das wäre neu. Doch genauso sieht man bei Travelmate Robotics aus Kalifornien (wo sonst) die Zukunft des Reisens, wie "CNN money" berichtet.

Oder vielmehr die Zukunft des Reisenden, das Gepäckstück ihm immer auf den Fersen. 3 bis 5 Fuß Abstand, zwischen einem und 1,5 Meter, soll das rollende Gepäckstück laut Unternehmensangaben zu seinem Herrn halten. Zu haben ist es in drei Größen- und Preisklassen - zu 399, 495 und 595 Dollar (362, 449 oder 540 Euro).

Getestet wurde der Prototyp des Koffers in Einkaufszentren und auf Bürgersteigen - Unfälle wurden laut Unternehmen nicht verzeichnet. Ein Infrarot-Sensor erkennt menschliche Hindernisse, heißt es. Im kommenden Jahr indes will man eine Kamera einbauen, die diese Aufgabe noch besser erledigt.

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Ansonsten soll der Koffer alles können, was standesgemäßes Reisegepäck leistet. Gepäck aufnehmen, Smartphones & Co. aufladen - und nach "business" aussehen. wiewohl das Unternehmen Wert darauf legt, der Koffer sei für jeden Zweck zu haben. Sogar für den Weg zur Schule, wie es auf der Website heißt. Ein autonomer Koffer - wenn man so will eine Art Tesla fürs Gepäckband: Immerhin rüstet Tesla alle seine Autos inzwischen zum selbstständigen Fahren aus.

Derzeit wird Geld für das Vorhaben eingeworben, standesgemäß für ein Tech-Unternehmen aus Kalifornien via Online-Plattform Indiegogo.

Schneller als 6,75 Meilen (etwas über 10 Stundenkilometer) in der Stunde sollte die Reise aber nicht beschleunigt werden - denn das ist die Höchstgeschwindigkeit des Koffers. Und das Handy stehlen lassen sollte sich auch niemand. Denn genau das gibt die Lenkimpulse für das rollende Gepäckstück.

Wem das nach einer Lösung seiner Reiseprobleme klingt, muss sich indes gedulden. Denn zu haben dürfte der Koffer erst Mitte des kommenden Jahres sein. Dafür dann immerhin in ganz unterschiedlichen Farbkonstellationen.

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