Montag, 11. Dezember 2017

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So gelingen Wellness-Kurzreisen Ein bisschen Spa muss sein

Wellness-Kurztrips: So gelingt der Mini-Urlaub
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TMN / Das Ahlbeck Hotel & Spa

2. Teil: Kissen-Menüs und die Spa-Faustformel

Ohne guten Schlaf nutzt aber das ganze Entspannungsprogramm des Hotels nichts. Deshalb bieten viele Häuser nicht nur ruhige Umgebungen, sondern eigene "Kissen-Menüs", wie sie der Hotelverband nennt. "Aus unterschiedlich großen und dicken Kissen kann jeder Gast das für ihn optimale Kopfkissen wählen."

Sauna, Whirlpool und Schwimmbad sind ein Sehnsuchtsort vieler Wellness-Urlauber. Damit der Spa-Bereich am Urlaubsort nicht enttäuscht, recherchiert man im Zweifel lieber im Vorfeld, wie er ausgestattet ist.

Hertel nennt eine einfache Faustformel: Pro Zimmer mit zehn Quadratmeter Spa-Fläche rechnen. Hat das Hotel also 100 Zimmer, sollte der Spa mindestens 1000 Quadratmeter messen. "Außerdem klärt man vorher ab, ob das Hotel Tagesgäste in den Spa lässt", sagt der Wellness-Experte. Das könne für Gedränge sorgen. "Und der Mensch fühlt sich nun einmal am wohlsten, wenn es nicht so eng ist."

Kontrast ist Trumpf

Wellness-Urlaub sollte immer ein Kontrast zum Alltag sein. "Da ist Nähe zur Natur grundsätzlich von Vorteil, weil sie ausgleichend auf Menschen wirkt", schildert Hertel. Darauf sollte man bei der Buchung Wert legen, findet er. Das heißt: Idealerweise sind in der Umgebung des Hotels reizvolle Landschaften. Ob das nun Wälder, Wiesen, Weiden oder Strände sind, ist Geschmackssache. Für manche Landmenschen wiederum könne das urbane Gewusel einer Großstadt ausgleichend sein, ergänzt Hertel.

Auch zur der Digitalisierung des Alltags kann ein Wellness-Urlaub Kontrastprogramm liefern. Einige Wellness-Hotels bieten laut IHA bereits "Digital Detox" an, also digitales Entgiften. Das heißt: Raus aus der Online-Welt, das Smartphone bleibt aus. Wer diesen Ansatz im täglichen Leben immer mal wieder anwendet, braucht vielleicht gar keinen Wellness-Trip mehr zum Herunterfahren.

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