Samstag, 15. Dezember 2018

Immer mehr Einschränkungen Was Amsterdam, Berlin und Co. bei Airbnb noch erlauben

Städte im Überblick: Wo was bei Airbnb erlaubt ist (und was nicht)
DPA

Privatunterkünfte von Airbnb und Co. sind bei Urlaubern beliebt - und bei Hotels und Anwohnern in Großstädten verhasst. Der Vorwurf: Ferienwohnungen für Touristen treiben die Mietpreise in die Höhe. Viele Metropolen haben reagiert. Was Reisende wissen müssen.

Das große Versprechen von Airbnb lautet: Urlaub machen wie ein Einheimischer, günstiger und persönlicher als in einem Hotel. Das spricht viele Reisende an. Heute finden Gäste bei Airbnb noch immer kleine charmante Privatunterkünfte, doch die Angebote haben sich zunehmend professionalisiert. Große gewerbliche Anbieter sind vertreten, und längst nicht alle Inserate sind günstig. Airbnb will in Zukunft sogar bewusst auf Luxus setzen, etwa mit "Airbnb Plus".

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Airbnb ist ein großer, aber nicht der einzige Vermittler von privaten Ferienunterkünften - und die werden in vielen Städten zunehmend zum Problem. Nicht nur Hoteliers protestieren, auch die Anwohner. Denn die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen treibt die Mietpreise in die Höhe. Daher haben viele besonders beliebte Touristenstädte mittlerweile Einschränkungen für Airbnb, Wimdu und Co. durchgesetzt. Es geht vor allem um die Vermietung ganzer Wohnungen, einzelne Gästezimmer sind weniger das Problem.

Hier eine Übersicht mit bedeutenden Beispielen:

Es ist davon auszugehen, dass die Regeln der Städte oft noch nicht eingehalten werden, siehe Paris. Doch was droht Urlaubern, wenn sie unwissentlich in einer illegal vermieteten Privatunterkunft landen?

Reiserechtsexperte Paul Degott aus Hannover erklärt, dass es vorrangig die Aufgabe der Gastgeber sei, sich um die Einhaltung der Vorschriften zu kümmern. Konsequenzen für Reisende - also etwa die Räumung - hält er für wenig wahrscheinlich. Allerdings könne man dies nicht völlig ausschließen. In einem solchen Fall können Reisende jedoch Ansprüche gegenüber dem Gastgeber geltend machen. Wer sichergehen will, sollte sich laut Degott vorab beim Gastgeber erkundigen, ob er eine Lizenz zur Vermietung hat.

Johanna Renoth, dpa

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