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21.02.2013
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Verrückte Orte
Baum-Bar und Gourmet-Grotte

Von Maren Hoffmann

"Crazy Places": Zum Dinner ins Bett oder auf den Baum
Fotos
Alux Restaurant Lounge

Ein Drink in der Grotte, übernachten in der Kirche, speisen über dem Geysir - und ein Absacker in der einzigen Baum-Bar der Welt, die in einem hohlen Baobab-Baum Platz für 60 Gäste und zwei Eulen bietet. Ein neuer Bildband versammelt die abgefahrensten Hotels, Bars und Restaurants.

Hamburg - Sechstausend Jahre alt soll er sein, der riesige Affenbrotbaum Sunland Big Baobab. 47 Meter misst seine Krone im Durchmesser. Ein uraltes, Ehrfurcht weckendes pflanzliches Lebewesen - und ein Ort südafrikanischen Pragmatismus: Die Besitzer der Sunland Farm, Doug und Heather van Heerden, auf deren Land der Baum steht, entdeckten im Stamm des Baobab große Hohlräume - und bauten der Welt einzige Baumbar hinein, komplett mit Soundsystem und Weinkeller. Sie beherbergt 60 Gäste und zwei Eulen, denn das Ökosystem Baum bietet auch als Bar noch Platz für mehr als eine Spezies.

Die schönsten Orte auf dieser Welt schafft immer noch die Natur, aber es spricht wenig dagegen, diese Orte durch eine gepflegte Weinkarte und ein rundes kleines Speisenangebot noch ein klein wenig einladender und komfortabler zu gestalten. Und es im Bedarfsfall noch durch lauschige Schlafplätze abzurunden.

Gelungene Beispiele dafür versammelt der Bildband "Crazy Places" (siehe Kasten links) - da gibt es Bars und Restaurants in Tropfsteinhöhlen und tiefen Salzstollen, Tipidörfer unter weitem, freiem Himmel und feine Küche über dem Warmwasserreservoir von Reykjavík. Das Buch ist recht kleinformatig, zum richtigen Schwelgen in üppigen Bilderstrecken also ungeeignet - aber die Beispiele für die verrückten Orte sind mit Liebe und Akribie zusammengetragen, und man bekommt schon Lust, den einen oder anderen zu besuchen.

Nicht nur Naturwunder, sondern auch kreative Umnutzungen menschengeschaffener Strukturen und komplett von der Leine gelassene Designerphantasien aus aller Welt finden sich dort. Restaurants gehen überall: Ob in aufgelassen Eisenbahntunneln, in umgenutzten Kirchen, Hafenkränen, auf Hochhausdächern und in verwunschenen Dachgärten, in einem Doppeldeckerbus, einem spacigen Schiff oder einer alten Werft. Und selbst voluminöse Abflussrohre aus Beton lassen sich noch prima als runde Hotelkapseln nachnutzen.

Wer etwa weniger auf Outdoor als auf Hightech steht, ist im Londoner Bond Club gut aufgehoben - die Wände sind interaktive Touchscreens, die immer neue Ausblicke in künstliche Paradiese bieten. Stellt man das leere Glas auf den Tresen, weist ein Lichtstrahl den Barmann auf den bestehenden Handlungsbedarf hin. Eulen allerdings wird man in dieser Bar vergebens suchen.

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Buchtipp

Birgit Krols:
Crazy Places

Eine Reise durch die verrücktesten Hotels, Bars, Restaurants und Locations der Welt

Brandstätter Verlag, Februar 2013, 192 Seiten, 22,50 Euro

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