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20.12.2012
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Am Golf geht die Post ab
Die Vereinigten Arabischen Emirate boomen

Vereinigten Arabischen Emirate: Auf Tourismus getrimmt
Fotos
TMN

Eine Skihalle mitten in der Wüste, der höchste Turm der Welt: Dubai steht für Superlative. In Superlativen sprechen derzeit auch die Touristiker über die Region. Die Emirate werden immer beliebter - das zeigt sich auch in den Reisekatalogen.

Dubai/Berlin - Auf kleinstem Raum wird hier der komplette Gigantismus offenbar. Im Rücken: der 828 Meter hohe Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt. Vor den Augen: das Wasserspielfeuerwerk mit 150 Meter hohen Fontänen - natürlich die weltweit höchsten. Zur Linken: Die Dubai Mall, das - ein kleiner Schönheitsfehler - zweitgrößte Einkaufszentrum der Welt mit integrierter Eisbahn. Für viele mag all das abschreckend sein. Doch offenbar gibt es auch immer mehr Anhänger davon. Der Tourismus in den Vereinigten Arabischen Emiraten und allen voran in Dubai boomt.

"Wir verzeichnen dort seit einigen Jahren Zuwächse", sagt Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband (DRV). Kontinuierlich steigen die Besucherzahlen - auch aus Deutschland. Kamen im Jahr 2006 noch 252.000 Bundesbürger nach Dubai, waren es laut Tourismusministerium allein in den ersten neun Monaten 2012 schon knapp 230.000. Und die besucherstarken Wintermonate stehen erst noch bevor.

Das merken auch viele Reiseveranstalter. "In Dubai geht momentan richtig die Post ab", sagt Steffen Boehnke, bei Tui für Fernreisen verantwortlich. Für den laufenden Winter liegen die Buchungen bei dem Reiseveranstalter um 58 Prozent über dem Vorjahr. FTI, Marktführer im Orient, spricht von einem Umsatzplus in der Region von 150 Prozent. Für Martina Beeken, Produktleiterin bei Meier's Weltreisen, gehört die Region derzeit zu den Boomzielen. Die Rewe-Bausteinmarke verzeichnet von Saison zu Saison ein- oder zweistellige Zuwachsraten. Von einem "sehr starken Sommer" spricht Dertour-Kollegin Petra Fraatz.

Dubai wird für jedermann erschwinglich

Doch der Tourismus blickt in der Region auf keine besonders lange Geschichte zurück. Erst Anfang der 1990er Jahre wurde das erste Hotel mit westlichem Standard eröffnet. Lange Zeit lebte die Region hauptsächlich von einem Bodenschatz: Öl. Während die Reserven in Abu Dhabi fast unerschöpflich sind, weiß Dubai um die Endlichkeit und suchte sich mit dem Tourismus ein neues Standbein - mit Erfolg.

Anfangs stand vor allem die Luxushotellerie im Mittelpunkt. "Ein relevantes Zielgebiet ist Dubai erst so richtig seit drei oder vier Jahren", so Boehnke. "Mit der Wirtschaftskrise ist die Region umgeschwenkt", hat FTI-Chef Dietmar Gunz beobachtet. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Mittelklassehotels. "Es ist eigentlich für jeden etwas dabei". "Dubai und VAE werden für fast jedermann erschwinglich", formuliert es Martina Beeken.

Doch die Gründe für den Erfolg der vergangenen Jahre sind vielschichtiger: "Es passt einfach alles zusammen", sagt Gunz. "Wir ernten da gerade die Früchte guter Arbeit der vergangenen Jahre." Eine Rolle spielen die zahlreichen neuen Attraktionen: vom Burj Khalifa über die künstlichen Palmeninseln, bis hin zu einer Skihalle mitten in der Wüste. "Die Besucher reizt die Moderne und die Gigantomie - natürlich auch die langen Strände und das warme Badewasser", ist Schäfer überzeugt. Hinzu kommen eine fast perfekte Schön-Wetter-Garantie - und zahlreiche Hotelneubauten.

In der Öffentlichkeit am bekanntesten sind natürlich Häuser wie "Burj Al Arab", für das bei seiner Eröffnung die Sterne-Skala eigens auf sieben erweitert wurde, oder das "Atlantis" an der Spitze der Palme mit integriertem Aquarium und Freizeitpark. Preise von mehreren tausend Euro pro Nacht sind dort keine Seltenheit. Doch es geht mittlerweile eben auch günstiger. Für den kleinen Geldbeutel das Stadthotel, für den etwas größeren das Hotel in Strandlage. 55.000 Hotelbetten stehen derzeit zur Verfügung. Im kommenden Jahr soll die Zahl in Dubai um knapp 30 Prozent steigen.

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