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24.11.2012
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Winter im Hochpustertal
Auf den Zinnen

Unterwegs zu den Drei Zinnen: Winter im Hochpustertal
Fotos
TMN

Gustav Mahler kam hierher, um zu komponieren, Angela Merkel, um sich vom hektischen Politikbetrieb zu erholen. Das Hochpustertal in den Dolomiten ist eines der wenigen Alpentäler, das weitgehend von den Auswüchsen des Massentourismus verschont geblieben ist.

Sexten - Wer in den 1970er- und 80er-Jahren aufwuchs, wird die Sommer von damals immer mit diesem Eis am Stil verbinden: giftgrüner Waldmeister, darüber eine knallrote Himbeerschicht, gekrönt von drei weißen Zacken mit süß-saurem Zitronengeschmack. Das Kult-Eis in den Farben der italienischen Tricolore hieß "Dolomiti". Inzwischen ist es längst aus dem Sortiment der Supermärkte verschwunden.

Im Hochpustertal, im südöstlichen Südtirol, steht das Vorbild für das einst so beliebte Speiseeis: die Drei Zinnen, eine Gebirgsformation, nach der auch der gleichnamige Naturpark inmitten der Sextener Dolomiten benannt ist. Wie drei riesige, schrundige Zähne ragen die zerklüfteten Felsen aus einer schneebedeckten Halde. Nebelfetzen ziehen an den grauen Steilwänden vorbei, aus den tiefhängenden Wolken rieseln ein paar Schneeflocken. Und dazu diese Stille!

Wandern mit Schneeschuhen

In den Sommermonaten pilgerten noch Scharen von Touristen im Gänsemarsch auf dem Bergpfad zum bekanntesten Wahrzeichen der Dolomiten. Jetzt hat der Winterwanderer die einzigartige Gebirgswelt fast für sich allein. Allerdings ist der mittelschwere Aufstieg zu der 2438 Meter hoch gelegenen Dreizinnenhütte in dieser Jahreszeit nur mit Schneeschuhen zu bewältigen. Am Ziel wird der Besucher mit dem berühmten Blick auf die drei Felszacken belohnt. Das ist dann auch schon alles. Kein heißer Jagertee, keine zünftige Brotzeit. Der Hüttenwirt macht ab dem 1. Oktober Urlaub. Selbstverpflegung ist angesagt.

Am besten mit regionalen Südtiroler Spezialitäten. In der Metzgerei in Moos kann sich der Wanderer vor seiner Tour mit Wildschweinsalami, Kamin-, Hirsch-, und Gamswurzen eindecken. "Alles aus eigener Hausschlachtung", versichert die Verkäuferin und packt als Versucherle zum Weckerl noch eine dieser flachgedrückten, eckigen Landjäger in die Tüte.

Hollywood zu besuch

Es ist Nachmittag, die Schatten in den Tälern werden länger. Viel zu spät, um noch zu einer weiteren ausgedehnten Wanderung aufzubrechen. Die ideale Zeit für einen Kaffee. Vom Dorfzentrum Moos sind es nur ein paar Gehminuten zu den "Drei Zinnen". Selbst Hollywood logierte hier schon. Viele Jahre war der Regisseur und fünffache Oscar-Preisträger Fred Zinnemann ("Zwölf Uhr mittags", "Verdammt in alle Ewigkeit") hier zu Gast. Im Hausbuch hat er auf einem Briefbogen der 20th Century Fox einen Gruß hinterlassen.

Hotelbesitzerin Waltraut Watschinger zögert erst ein wenig, Anekdoten preiszugeben, aber dann plaudert sie doch aus dem Nähkästchen: "Jetzt kann ich es ja erzählen, schließlich lebt Mr. Zinnemann schon eine Weile nicht mehr. Er hatte in Hollywood eine Freundin, die ihm sehr nahestand. Nach ihrem Tod hat er ihre Urne mit nach Europa genommen. Bei einem seiner letzten Besuche ist er mit einem Bergführer losgewandert und hat die Asche über den Gipfeln verstreut."

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Info-Kasten: Hochpustertal

  • Anreise
    Mit dem Auto erfolgt die Anreise von München kommend auf der A 93, über die A 12 bis Innsbruck, weiter über die Brennerautobahn A 13, von dort auf die E 66 nach Bruneck/Brunico, weiter über die Straka Statale SS52 nach Toblach und Sexten. Per Zug gibt es vom Münchener Hauptbahnhof täglich vier Verbindungen nach Südtirol. Umsteigen jeweils in Franzensfeste, von dort aus weiter mit dem Regionalzug. Haltestationen im Hochpustertal sind Felsberg, Niederdorf, Neutoblach und Innichen. Nächstgelegener Flughafen ist Innsbruck. Von dort geht es weiter mit dem Mietwagen.
  • Informationen
    Tourismusverband Hochpustertal,Dolomitenstr. 29, I - 39034 Toblach / Hochpustertal (Tel.: 0039/0474/913156, E-Mail: info@hochpustertal.info).









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