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20.11.2012
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Kulturhauptstadt Kosice
Vom Industriezentrum zur Kreativmetropole

Vom Industriezentrum zur Kreativmetropole: Kulturhauptstadt Kosice
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TMN

Kosice ist für viele westliche Touristen noch eine große Unbekannte. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Dann ist die slowakische Metropole europäische Kulturhauptstadt.

Kosice - Kosice, Kaschau, Kassa, Kasha, Cassovia - schon mal gehört? Ganz gleich, ob der Name in Slowakisch, Deutsch, Ungarisch, der Sprache der Roma oder in seiner lateinischen Form genannt wird: Die nach Bratislava zweitgrößte Stadt der Slowakei ist hierzulande noch eine große Unbekannte. Doch das soll sich spätestens im nächsten Jahr ändern - 2013 ist Kosice zusammen mit Marseille in Frankreich Kulturhauptstadt Europas. Der Titel soll dabei helfen, Kunst und Kultur zu beleben und Kosice über die Landesgrenzen bekannt zu machen.

Schier endlose Plattenbausiedlungen, die sich auch an den Berghängen hochziehen, stechen bei der Fahrt in die Stadt ins Auge. Hinzu kommen Supermärkte und riesige Reklametafeln, die den Weg ins historische Zentrum säumen.

"Die Stadt ist nach dem Zweiten Weltkrieg enorm gewachsen", erklärt die Führerin Eva Hoffmann. "Die Kommunisten wollten die verschiedenen Bevölkerungsgruppen vermischen und bauten deshalb nach 1945 ein gigantisches Stahlwerk. Wirtschaftlich machte das freilich keinen Sinn, denn Kohle und Eisenerz mussten von weit her angeliefert werden.

Und es musste für rund 200.000 Menschen Wohnraum geschaffen werden. Heute zählt die Stadt rund 260.000 Einwohner. Der einstige Staatsbetrieb gehört mittlerweile zur Firma US Steel und ist nach wie vor mit Abstand größter Arbeitgeber in der Region. Damit steht Kosice wirtschaftlich besser da als andere Städte an der Ostgrenze der Europäischen Union.

Gotteshäuser werden restauriert

Weit ist es nicht nach Ungarn. "In Richtung Süden erreichen Sie nach 20 Kilometern die ungarische Grenze", erklärt Hoffmann. Im Norden führt die Magistrale ins Zipser Gebiet, in die Hohe Tatra und nach Polen. Die gut 1500 Meter lange Straße ist heute eine Fußgängerzone, die sich in der Mitte zum sogenannten Inselchen erweitert.

Dort steht mit dem gotischen Elisabethdom das größte Gotteshaus des Landes. Wegen der beeindruckenden Aussicht auf den historischen Stadtkern lohnt es, die 160 Stufen auf den Nordturm hinaufzusteigen. Gegenwärtig wird die Fassade - sie erinnert an den Prager Veitsdom - umfassend saniert, und auch im Kircheninneren sind die Handwerker dabei, dem Gotteshaus alten Glanz zurückzugeben. Schön restauriert präsentiert sich bereits der Elisabeth-Altar aus dem 15. Jahrhundert.

Gleich nebenan steht der Urbanturm. Er war einst Glockenturm des Doms und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Heute erwartet den Besucher im Inneren ein kleines Wachsfiguren-Kabinett - prominentester Vertreter ist wohl die Pop-Ikone Andy Warhol, dessen Eltern aus der Ostslowakei stammten.

Zum Inselchen gehört auch ein kleiner gepflegter Park, in dem lustige Wasserfontänen zum Takt der Musik tanzen und springen. Der Platz ist beliebter Treffpunkt, und die Bänke unter den Schatten spendenden Bäumen laden zum Verweilen ein. Auch der stattliche Bau des Nationaltheaters befindet sich auf dem Inselchen. Dort gibt es das ganze Jahr über Oper, Ballett und Schauspiel. Im nächsten Jahr gastiert unter anderem das Sinfonieorchester Tokio, und auch die in der Slowakei geborene Sopranistin Edita Gruberova kommt zu einem Konzert.

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Kosice Infos

  • Anreise
    Mit dem Flugzeug erfolgt die Anreise über Prag oder Wien. Mit dem Auto geht es auf der D1 über Bratislava.
  • Währung
    Landeswährung ist der Euro.
  • Sprache
    Neben Englisch ist auch Deutsch weit verbreitet.
  • Informationen
    Kosice Tourizmus, Hlavna 59, 04001 Kosice (Tel.: 00421/55/699 85 58)..









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