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23.02.2010
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Ruhr 2010
Auf Stahl gebaut

Das Kohlenpott-Image ist längst überholt. Essen ist eine blühende Kulturstadt - und rückt ihre Vorzüge jetzt im Rahmen des Großprojektes Ruhr 2010 geschickt in den Vordergrund. Deutschlands größter Filmpalast, viele Museen und Theater und eine grüne Umgebung machen die Metropole zum Erlebnis.

Essen/Duisburg - Sie gilt als die schönste Zeche der Welt: Spätestens seit der eindrucksvollen Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Europas auf Zollverein ist das Essener Industriedenkmal auch weit über Deutschland hinaus bekannt. Genau wie die "Metropole Ruhr" selbst. Eine Chance, die die Städte der Region nutzen wollen. Denn noch immer kämpfen sie gegen ihr Kohlenpott-Image. Dabei ist der Bergbau vielerorts Geschichte. In Essen wurde die letzte Kohle vor 25 Jahren gefördert - auf Zeche Zollverein.

"Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" lautet der Slogan von Ruhr 2010. Auf dem 100 Hektar großen Areal der Zeche Zollverein wird deutlich, was das bedeutet. Schon früh zogen Künstler und Kreative in die leerstehenden Gebäude, die seit 2001 zum Unesco-Welterbe gehören.

In der ehemaligen Kohlenwäsche hat das Ruhr Museum ein neues Zuhause gefunden - es thematisiert Geschichte und Gegenwart der Region. Das Casino Zollverein überzeugt mit innovativer Küche, und im Sommer ist das Werksschwimmbad auf der Kokerei ein beliebter Treffpunkt, während im Winter eine Eisbahn lockt.

Deutschlands größter Filmpalast

Zahlreiche Freizeitangebote finden Besucher auch in der Essener Innenstadt. Gerade fertiggestellt ist das Einkaufszentrum am Limbecker Platz mit mehr als 200 Geschäften. Ebenfalls beeindruckend: die Architektur des Shoppingcenters, das in unmittelbarer Nähe zum Musicaltheater Colosseum entstanden ist. Die Aluminiumbleche der Fassade sollen an ein schwingendes Kleid erinnern. Aushängeschild für eine Stadt, die mit dem Slogan "Essen - die Einkaufsstadt" für sich wirbt - schon seit 1938.

Herausgeputzt hat sich auch die Lichtburg am anderen Ende der Fußgängerzone. 2003 wurde Deutschlands größter Filmpalast aufwendig restauriert und ist wieder Schauplatz zahlreicher Filmpremieren. Und aus dem alten Saalbau der Stadt entstand in zweijähriger Umbauzeit die moderne Philharmonie. Seit der Eröffnung vor sechs Jahren hat das Konzerthaus internationale Anerkennung erlangt und zusammen mit dem Aalto-Opernhaus den Ruf Essens als Musikstadt gefestigt. Internationale Anerkennung genießt auch das Essener Museum Folkwang. Stararchitekt David Chipperfield plante den Neubau, der Ende Januar eröffnet wurde.

Doch Essen setzt nicht nur auf Kultur. Die ehemalige Stahl- und Kohlemetropole hat sich zur Verwaltungs- und Dienstleistungsstätte gewandelt und ist Sitz zahlreicher bedeutender Konzerne. Der markante RWE-Turm bestimmt die Skyline. Die ThyssenKrupp AG plant eine neue Hauptverwaltung in der Ruhrmetropole, Eon-Ruhrgas lässt seine Zentrale gegenüber der Messe errichten. Dabei ist Essen trotz allem eine grüne Stadt. Innenstadtnah entspannen Einheimische und Besucher im Grugapark. Er ist mit 70 Hektar einer der größten Parks Deutschlands. Ein architektonisches Highlight im Park ist das Hundertwasserhaus. 2005 wurde das fröhlich-bunte Gebäude nach Entwürfen des österreichischen Architekten Friedensreich Hundertwasser errichtet.

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