Sonntag, 25. Juni 2017

Luxusliner Verrückt nach Mary

Zehntausende standen an der Uferpromenade und den Fähranlegern in Hamburg Spalier, als die neue Perle der Meere in Hamburg anlegte. Die Queen Mary 2, der größte Luxusliner der Welt, macht Stippvisite in der Elbmetropole.

Hamburg - Schon um 5.30 Uhr öffneten die ersten Cafés mit Elbblick ihre Pforten und boten den Schaulustigen englisches Frühstück an. Auf dem Strom wimmelte es von Booten, Barkassen und kleinen Kreuzfahrern.

Die Königin der Meere, der Schwan der Meere: Die Queen Mary 2 und die Cap San Diego an der Überseebrücke in Hamburg
Der Elbstrand, die Uferpromenade und die Anleger waren voller Menschen, die das neue Prunkstück der Cunard Line, die Queen Mary 2, beim Einlaufen sehen wollten. Schon gegen 6 Uhr konnte man den Kreuzfahrtriesen in Wedel sichten, um 7 schob sich der Luxusliner an den Landungsbrücken vorbei durch den milchigen Morgen. Langsam manövrierte der Ozeanriese in dem engen Fahrwasser vor der Kulisse von Werftdocks, Speicherstadt und dem "Michel".

Mit ihren 345 Metern Länge, fast zehn Metern Tiefgang, 72 Metern Höhe und 45 Metern Breite ist die 870 Millionen Euro teuere "QM2" nicht nur das größte, sondern auch das teuerste Passagierschiff, das jemals gebaut wurde. Der Luxusliner der Reederei Cunard fährt seit Anfang dieses Jahres als Kreuzfahrtschiff auf den Weltmeeren und im Liniendienst zwischen New York und Southampton.



  Titan:  Die Queen Mary 2 ist so lang wie der Eiffelturm hoch   Aufbau:  Mary ragt höher auf als die Niagarafälle   Sonnenseite:  Eine Atlantiküberquerung auf der "QM2" gibt es ab 3100 Euro
  Wellenbrecher:  An Deck der QM2 hört die Abwehr der Elemente nicht auf   Aussicht:  220-Quadratmeter-Kabinen in Bestlage kosten auf der QM2 41.000 Euro pro Überfahrt   Eskorte:  Die Queen Mary 2 auf einer Testfahrt

Queen Mary 2 in voller Fahrt:
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Den 2620 Passagieren wird auf 15 Decks viel Luxus und Abwechslung geboten. Geschwungene Treppen, große kuppelförmige Räume, ein riesiger Ballsaal, ein 360-Grad Promenadendeck, Fitnesseinrichtungen, ein Thalassotherapie-Pool mit Sprudelbädern und Wasserfällen und ein Planetarium machen die "QM2" zu einem Schiff der Superlative, dessen Ambiente vom Art-deco-Stil der Zwanziger geprägt ist.

  Auf dem Flug in die Große Lobby:  Die Mannschaft des größten Kreuzfahrtschiffs der Welt zählt rund 1250 Köpfe   Im Brittania-Restaurant:  Sechs Tage dauert die Fahrt von Southampton nach New York, langweilig kann es den Passagieren an Bord nicht werden   Im Britannia Dining Room:  Zehn Restaurants versorgen die bis zu 2620 Passagiere an Bord, eine Minibrauerei sorgt für flüssige Nahrung
  Zuhause:  Die "Queen Mary 2" in ihrem Heimathafen Southampton in Südengland   Großzügig:  Die Duplex-Apartment sind mehr als 200 Quadratmeter groß. Knapp drei Viertel der 1310 Kabinen, Suiten und Apartments sind mit Balkon ausgestattet   Musiker auf der "Queen Mary 2":  Der Wintergarten wurde dem Konservatorium in Kew Garden bei London nachgebildet. An den Wänden ist ein riesiges Trompe d'oeil-Gemälde zu sehen

Queen-Mary-2-Impressionen
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Der Kreuzfahrtriese darf zwar von der Öffentlichkeit nicht betreten werden, doch direkt daneben findet auf dem Strandkai der Hafencity eine große Party zu Ehren des hohen Besuchs statt: Im Schatten des Schiffes lassen Bühnen, Musik, Filme sowie Info- und Gastronomiestände die Besucher etwas vom Kreuzfahrtluxus nebenan spüren. Die "Queen Mary 2" wird morgen um 7 Uhr wieder ablegen und gegen Mittag die offene Nordsee erreichen.

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