Rønne - An hellen Sommertagen kommt Bornholm dem Idealbild einer Urlaubsidylle ziemlich nahe. Vor allem, wenn man eher Ruhe als Trubel sucht, Fahrradfahren und Wandern liebt, Naturstrände besser findet als Liegestuhlreihen und außerdem Räucherhering mag. In den vergangenen Jahren sind die Übernachtungszahlen zurückgegangen, auch weil Dänemark nicht billig ist. Doch immer noch stellen Deutsche - darunter viele Familien - fast ein Drittel der Bornholm-Urlauber.
Der größte Schatz Bornholms ist die vielseitige Natur. Mit knapp 600 Quadratkilometern ist das Eiland sechsmal so groß wie Sylt. Die Insel mit etwas mehr als 40.000 Bewohnern bietet schroffe Klippen aus Granit, dunkle Täler und Wälder, sanfte Hügel und Wiesen und einen der schönsten Strände in Nordeuropa. Diese Vielseitigkeit verdankt Bornholm der Lage auf der Nahtstelle von Skandinavien und Mitteleuropa.
Die meisten Deutschen bevorzugen die Anreise über Rügen mit der Fähre von Sassnitz nach Rønne. Möglich ist auch eine Variante über das südschwedische Ystad, Krimilesern als Heimat von Henning Mankells Romanfigur Kommissar Kurt Wallander bekannt. Ebenso gibt es Flugverbindungen zum Regionalflughafen der Insel südlich von Rønne.
Südseegefühle am Strand von Dueodde
Ein großer Teil der Urlauber verlässt die Inselhauptstadt Rønne in Richtung Ferienhaussiedlungen, etwa in der weiten Dünenlandschaft zwischen Sømarken und Snogebæk. Der Strand von Dueodde lässt an heißen Tagen mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser Südseegefühle aufkommen. Die Nordostküste, Bornholmer Riviera genannt, bietet die größte Zahl an Appartments. Schön und beliebt ist Svaneke. Fast als Bergdorf mit steilen Gassen kommt Gudhjem daher, und an den Küstenstreifen zwischen Tejn und Sandwik im Norden zieht es viele Deutsche.
Wer gerne Fahrrad fährt, findet auf Bornholm nahezu paradiesische Verhältnisse vor. Viele Straßen haben separate Radwege, manche Strecken wie alte Eisenbahntrassen sind ganz für Radler reserviert. Auf vielen kleinen Wegen gibt es ohnehin kaum Autoverkehr.
Eine Tagestour in den Wald Almindingen ist eine kleine sportliche Herausforderung. Am höchsten Punkt geht bis auf gut 160 Meter über dem Meer hinauf. Dort können Wanderer zusätzlich noch einen Aussichtsturm erklimmen. Wer an einem klaren Tag auf dem mehr als 20 Meter hohen Kongemindet steht, überblickt die gesamte Insel. Gelegenheiten zum Picknick bieten Seeufer oder Felder voller roter Mohnblüten.
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