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10.03.2010
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Hotelinvestments

Die besten Perlen der Provinz

Von Maren Hoffmann

2. Teil: Die Talsohle ist noch nicht durchschritten

Die Talsohle der Branche sei trotz der Mehrwertsteuersenkung immer noch nicht ganz durchschritten, meint Gerhard. 2009 beutelte der stärkste Umsatzrückgang seit sechs Jahren die Branche, und die Auslastungsquote der Häuser sank auf 60 Prozent. "Das erste Halbjahr 2010 wird noch sehr schwierig werden. Im Herbst wird es in der Branche aber, gekoppelt an die Erholung der Gesamtkonjunktur, wieder aufwärtsgehen. Die private Nachfrage ist trotz aller Unkenrufe ja nicht so zurückgegangen wie erwartet. Frühestens in 2011 wird die Branche wieder halbwegs ordentliche Zahlen schreiben."

Bei den Neubauvorhaben seien viele noch nicht durchfinanzierte Projekte gestoppt worden, weil die Banken noch nicht wieder zur Finanzierung bereit seien: "Es gibt da ein schwarzes Loch, das sicherlich noch zwei Jahre fortbestehen wird", so Gerhard. Von den gut 360 aktuell in Deutschland geplanten Projekten liege derzeit die Hälfte auf Eis.

Hotel-
projekte Deutsch-
land
Umbau, Reno-
vierung, Konver-
sion
Pro-
jekte
Zimmer Nach Kate-
gorie
Schätzung Investi-
tions-
volumen in Mio. €
*/** *** **** *****
Berlin 6 57 12.077 10 17 26 4 1.164
Hamburg 3 24 4.912 3 7 12 2 538
Frankfurt 0 20 4.377 1 7 6 6 557
München 0 15 3.186 2 7 5 1 222
Stuttgart 1 13 2.145 3 4 4 2 188
Deutschland 42 362 53.372 37 113 173 39 6.162
Quelle: Treugast Solutions Group

Dem Trendgutachten zufolge sollten bestehende Häuser vor allem in Produkt- und Servicequalität investieren. Nach Erhebungen von Treugast wollen 80 Prozent der Hoteliers die Mehreinnahmen durch die Mehrwertsteuersenkung für Investitionen nutzen: "Mitarbeiterqualifizierung ist dabei wichtig, aber nicht der größte Posten", so Gerhard. Viel Geld werde in die Hardware gesteckt - in die Erneuerung der Teppichböden, die Ausstattung der Zimmer und den Relaunch der Restaurants. In vielen Häusern gebe es da einen Investitionsstau. "Unter Marketingaspekten ist es völlig richtig, weniger in Backoffice, IT, Haustechnik und Küche zu investieren, sondern eher in die Bereiche, die der Gast unmittelbar sieht", meint Gerhard.

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