42 Kilometer Sandstrand
In Karlshagen begleitet beispielsweise das bei Kindern beliebte Maskottchen "Karlchen" durch das Ostseebad. Im Norden sind die Strände besonders flach und die Preise dem knappen Budget einer mehrköpfigen Familie angemessen. "Rund 20 Prozent der Gäste sind Kinder bis zum 14. Lebensjahr", berichtet Karlshagens Tourismuschefin Beate-Silvia Jasmund.
Das Ostseebad sieht sich mit seiner Orientierung auf Familien auf dem richtigen Kurs und verzeichnet zehnprozentige Wachstumsraten. Eines ist allerdings im Norden wie im Süden gleich: Der durchgängig begehbare Sandstrand, der insgesamt 42 Kilometer lang ist.
Rund vier Millionen Übernachtungen zählte die Insel im vergangenen Jahr. Damit knüpft sie zahlenmäßig an die Hochzeiten des DDR-Massentourismus an. Doch die kantinenartigen Essensausgaben in den früheren Gewerkschafts-Ferienheimen sind noblen Restaurants gewichen, auf den Strandpromenaden lässt es sich wieder promenieren, die Strände verfügen über behindertengerechte Aufgänge und Spielmöglichkeiten für die Kinder.
Zwischen Achterwasser und Ostsee ist der Tourismus inzwischen wieder der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftszweig. Mit den insgesamt 29.000 gewerblichen Gästebetten werden nach Angaben der Usedom Tourismus GmbH schätzungsweise rund 240 Millionen Euro im Beherbergungs- und Gastronomiegewerbe pro Jahr umgesetzt.
Auch heute verbringen wieder Bekannte aus Showbiz und Politik ihren Urlaub auf der Insel. Richard von Weizsäcker oder auch Dieter Hallervorden gehören beispielsweise zu den Stammgästen in der Kölpinseer "Seerose". Sportler wie die Klitschko-Brüder machen sich im Seebad Zinnowitz fit für ihren nächsten Kampf. Und manch Bundesminister - wie zuletzt Peer Steinbrück - zieht es zur Sommerfrische nach Usedom.
Martina Rathke, dpa
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