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14.05.2007
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Neufundland

Insel am Ende der Welt

3. Teil: Traditionelle Picknicks

Traditionelle Picknicks

Auf der langen Fahrt an die Ostküste Neufundlands wird es spürbar wärmer. Auch die Landschaft wirkt lieblicher als im rauhen Norden. Rund um Twillingate mit seinen vorgelagerten Inseln fühlt sich der Besucher bald in eine schwedische Schärenlandschaft versetzt. Ein zweiter Nationalpark, Terra Nova, lädt auf dem Weg zur Hauptstadt St. John's zum Kanufahren ein.

Wolken über den Tablelands und über der Bonne Bay: Der größere Teil des Gros Morne Nationalparks ist ein nördlicher Ausläufer der Appalachen
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Wolken über den Tablelands und über der Bonne Bay: Der größere Teil des Gros Morne Nationalparks ist ein nördlicher Ausläufer der Appalachen

Im Osten Neufundlands locken nicht nur die Vogelparadiese, in denen sich unter anderem Papageientaucher zu Tausenden tummeln. Wanderer reizt auch der East-Coast-Trail, ein 220 Kilometer langer Weg, der sich auf den traditionellen Fischerpfaden die Küste hinunter zieht. Im Sommer organisieren Studenten hier die beliebten Picknicks am Leuchtturm von Ferryland. Während die Gäste den Blick auf den Atlantik genießen, tragen junge Damen in Schottentracht Bastkörbe voller Leckereien zu ausgebreiteten Wolldecken.

Die kleine Hauptstadt St. John's mit ihren knapp 10.000 Einwohnern bietet sich als Start- oder als Endpunkt einer Entdeckungsreise durch Neufundland an. Bunte Holzhäuschen, lila, grün, rot oder gelb gestrichen, reihen sich wie in einem Spielzeugland auf steilen Hügeln aneinander. Die Cafés und Restaurants bieten eigenwilliges Interieur und schmackhafte Speisen.

Auf dem Felsen über der Meerenge vor St. John's hat der Tüftler Guglielmo Marconi 1901 die ersten drahtlose Funksignale über den Atlantik geschickt. Etwas weiter im Süden Neufundlands empfing ein Leuchtturmwärter elf Jahre später als erster den SOS-Morsecode der sinkenden "Titanic". Es war eine Zeit, in der das abgelegene Neufundland für wenige Tage im Mittelpunkt des Weltinteresses stand.

Zu den neuen Attraktionen der Inselhauptstadt St. John's gehört das moderne Kunst- und Kulturmuseum "The Rooms", das sich wie eine Art Centre Pompidou auf einem der Stadthügel erhebt. Am anderen Ende der Stadt erlaubt das Geo-Center mit seinen gläsernen Fahrstühlen eine Reise in die Erdgeschichte Neufundlands. Es führt die Besucher gedanklich zu vielen Naturschönheiten der Insel hin. Oder es gibt kurz vor der Abeise den letzten Schliff, um das Abenteuer Neufundland noch einmal Revue passieren zu lassen.

Ulrike von Leszczynski, dpa

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