Rom - Bei Rom ist am vergangenen Wochenende das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" getauft worden. Es ist das neue Flaggschiff der italienischen Reederei Costa Crociere. Taufpatin war die Schauspielerin Eva Herzigova. Sie ließ in der Nacht zum Samstag im Hafen von Civitavecchia eine Flasche Champagner am Bug zerschellen. Durch die Zeremonie, die bis spät in den Abend ging, führte Antonella Clerici, eine der bekanntesten Moderatorinnen des italienischen Fernsehens.
Die "Costa Concordia" ist nun das größte unter der Flagge Italiens fahrende Kreuzfahrtschiff. Der Bau kostete rund 450 Millionen Euro. Der elfte Cruiseliner der Reederei ist 290 Meter lang und 35 Meter breit (112.000 Bruttoregistertonnen). Das Schiff bietet Platz für rund 3780 Passagiere.
Die insgesamt 1500 Kabinen sind aufgeteilt in 580 Innenkabinen, 920 Außenkabinen - darunter 505 mit Balkon - und 70 Suiten. Unbeladen ist die "Costa Concordia" so schwer wie 110 Jumbo-Jets vom Typ Boeing 747 zusammen, hat die Reederei ausgerechnet. Der Anker wiege mit zwölf Tonnen so viel wie zwei afrikanische Elefanten.
Der Kreuzfahrer wurde in der Werft Fincantieri in Sestri Ponente bei Genua gebaut. Die Einrichtungen entwarf von dem US-amerikanischen Schiffs-Innenarchitekten Joe Farcus. Das Motto auf der "Costa Concordia" ist Europa. Daher heißen die insgesamt 13 Decks beispielsweise "Germany Deck" oder "Spain Deck".
Es gibt eine "Piano Bar Budapest", eine "Diskothek Lisbona" und ein "Kasino Barcellona". Und die größte Bar an Bord, die "Grand Bar Berlino", ist dem deutschen Biedermeier nachempfunden. "Europa ist der rote Faden an Bord - als unser Tribut an die Länder", sagte der Geschäftsführer der Reederei, Pierre Luigi Foschi, am Tag der Taufe.
Die "Costa Concordia" kann neben drei Pools auch das größte Wellness-Center an Bord eines Schiffes weltweit vorzeigen. Das "Samsara Spa", wo sich unter anderem eine Türkische und eine Felsen-Sauna befinden, zehn Behandlungsräume, ein Gym und ein Teehaus, erstreckt sich über zwei Decks und ist insgesamt 2100 Quadratmeter groß. An Bord befindet sich auch der einzige Grand Prix Simulator auf dem Meer. Mit ihm können Gäste Rennen virtuell in den verschiedensten Motodroms der Welt fahren.
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