Von Michael Paul
Die Zeitmaschine oder das Herzstück des Museums
Das Museum ist rein rechtlich eine "registered charity" - vergleichbar mit einem deutschen eingetragenen Verein. Aufgebaut wurde das Museum vor allem durch den Sammler Robert Opie und Chris Griffin, der neben seiner Rolle als Museumsdirektor eine angrenzende Design-Agentur leitet, die dem Museum gegen eine geringe Gebühr Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und bei der Öffentlichkeitsarbeit behilflich ist.
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Zur Eröffnung des Museums am 1. Dezember 2005 konnte man zahlreiche namhafte Sponsoren wie zum Beispiel Kellogg's, Cadbury, Trebor Basset und Twinings gewinnen, die das Haus durch sehr schöne Markenauftritte, aber auch durch finanzielle Zuwendungen unterstützen.
Besonderes Augenmerk wird im "Time Tunnel" auf den Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert (Edwardian Era, 1901-1910) gelegt, da hier die eigentliche Geburtsstunde der fabrikmäßigen Massenproduktion von Markenartikeln liegt: Um die Jahrhundertwende, bedingt durch den zunehmenden Wohlstand einer breiteren bürgerlichen Schicht, entstand im Konsumbereich eine rege Nachfrage nach gehobenen Gütern des täglichen Bedarfs.
Der Markenartikel etablierte sich - und man entdeckte ferner, dass Marktenartikel und Werbung zusammengehören. Reklame wurde regelmäßig geschaltet, das heißt man inserierte nicht nur einmal, sondern in kürzeren Abständen, die ersten "Mediapläne" wurden konzipiert. In der Phase von der Jahrhundertwende bis zum ersten Weltkrieg entstand so das klassische Feld der Markenartikel: die Verbrauchsgüter des Konsumgüterbereichs.
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