5 Exemplare
Gisela Schmalzs Befund ist radikal: Die schöne neue Welt des World Wide Web ist untergegangen, bevor sie überhaupt richtig entstanden ist, meint die Autorin. Statt Überraschung und Vielseitigkeit dominierten Commercials und Onlinewerbung, statt Orientierung und Information gebe es Pop-ups und Porno.
Gisela Schmalz plädiert in ihrer scharfen Analyse der Medienwirklichkeit für digitale Nachhaltigkeit: Relevanz statt Beliebigkeit, Qualität statt Quantität, freier Markt statt Gratiskultur. Anders gesagt: Wenn wir als Nutzer die Zukunft des Internets nicht Big Playern wie Google, Amazon oder Ebay überlassen wollen, müssen wir die Urheber von digitalem Content direkt vergüten.
Denn nur wenn wir lernen, Inhalte wertzuschätzen und zu honorieren, hat das World Wide Web laut Schmalz eine Chance, dem Tod durch Daten-Overkill zu entgehen.
© manager magazin Online 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH