Donnerstag, 25. August 2016

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Neue Modetrends für Frauen Zwischen Business und Bohème

Modetrends: Die Frau zwischen Hippie und Amazone
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TMN

Die Hippies kommen wieder. Wem lange, wallende Röcke oder kurze Minis, durchsichtige oder bauchfreie Tops nicht liegen, der bekommt aber auch schnörkellose Blazer.

Köln - Der Einheitslook ist out. Modebewusste Frauen suchen sich derzeit aus vielen Kollektionen Einzelteile zusammen, die ihnen gefallen, und kombinieren sie. Dabei entsteht ihr ganz eigener Stil. So umschreibt Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts (DMI) in Köln, die Entwicklung in der Mode. "Es gibt eigentlich nicht mehr den Look und den Trend."

Dafür sieht das DMI in seinem Saisonbericht für Frühling und Sommer 2014 die Hersteller verantwortlich: "Die Branche hat den eigenen Konsumenten scheinbar verkannt." Die Modebewussten sähen in Einheitsmode von der Stange "pure Langeweile".

In Mode ist also derzeit eine Mischung aus besonderen Teilen, die nicht jeder hat - etwa aus dem Secondhandladen mit Retro-Touch - und einzelnen Stücken aus dem Massenhandel. Innerhalb dieses Sammelsuriums bilden sich einzelne Strömungen und Trendkombinationen heraus, die man auch in den Kollektionen der Händler sieht. Diese hat das DMI analysiert.

Einer der Trend-Looks heißt "Bohemian Riot" - etwas für den modernen Hippie. Frauen, die sich so kleiden, nutzen modische Ideen der 70er Jahre wie Kleidungsstücke mit Fransen, Paisley- oder Batikmuster sowie florale Stickereien. Hüte und lange Ketten werden verwendet.

Weiß und weiche Töne

Das kann auch nach einem sommerlichen Look für Festivalbesuche aussehen - wie es etwa Rich & Royal vormacht mit Fransenshirt und schwarzen, derben Boots oder bei Mango mit einem luftig weiten Kleidchen mit Ethno-Druck und bei H&M mit Blumenmuster. Auch hier gilt: Diese Teile muss die Frau nicht alle gemeinsam tragen, sondern kann einzelne Hippie-Elemente in den Gesamtlook einfließen lassen, wie Müller-Thomkins erläutert.

Gerade das Altbekannte in den neuen Kollektionen verleitet die Stilberaterin Ines Meyrose aus Hamburg zu sagen: "Ich finde, es gibt nur kleine Veränderungen in der Mode im Vergleich zum vergangenen Sommer. Aber für den Verbraucher ist das ja ganz schön, denn er kann vieles auch weitertragen." Zum Beispiel bleibe ein komplett weißer Look von Kopf bis Fuß in Mode sowie Blumenmuster. Auch Nude- und weiche Brauntöne sowie Grau seien weiterhin gerne verwendete Farben.

Aber es gebe viele neue Kleinigkeiten in den Kollektionen zu entdecken: Immer noch mögen die Designer bei Komplettlooks den Mix verschiedener Muster, teils durch Kombination von mehreren Teilen oder in einem einzigen Kleidungsstück, wie Etro oder Heine das zeigen. "Es sind jetzt aber viele dunkle Sachen dabei", sagt Meyrose. Vor allem Schwarz und Dunkelgrün.

Und bei Metallfarben waren zuletzt eher Gold- und Kupfertöne in. "Ich habe den Eindruck, dass es nun in Richtung Silber geht", sagt Meyrose. Und damit die Metallteile nicht nach Weihnachten, sondern nach Sommer aussehen, würde der Frankfurter Modeberater Andreas Rose sie mit Blumenmustern kombinieren. Hersteller Patrizia Pepe schafft zum Beispiel eine sommerliche Kombination mit Weiß.

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