Donnerstag, 22. November 2018

Mailänder Mode Zwischen Rosen, Pelz und Waldeslust

Mode: Mailänder Winter
DPA

Armani präsentierte ein neues Kleidungsstück, Dolce & Gabbana stellte die "Mamma" in den Mittelpunkt, andere Designer schickten Kämpferinnen auf den Laufsteg. Viel Pelz und dunkle Farben waren in Mailand auf der Fashion Week für die Herbst/Winter-Saison 2015/16 zu sehen. Ein Rückblick

Mailand - "Viva la mamma" - Dolce & Gabbana widmen ihre Kollektion für die Saison Herbst/Winter 2015/16 einer ganz besonderen italienischen Ikone: der Mama. Die Show des Mailänder Designer-Duos war der emotionale Höhepunkt der "Milano Moda Donna", die am Montag zuende gegangen war. Einige der Models liefen mit kleinen Kindern über den Laufsteg, bei manchen waren es die eigenen.

Auf ihren Kleidern rankten Rosen, das dekorative Leitmotiv der neuen Dolce & Gabbana-Kollektion. Hin und wieder wurden sie flankiert von Sätzen wie "Ti voglio bene mamma" ("Ich hab' dich lieb, Mama"). Andere Modelle sahen aus, als hätten die Kleinen Mamis Lieblingskleid bemalt.

Besonderen Applaus erhielt das italienische Topmodel Bianca Balti. Die 30-Jährige ist im sechsten Monat schwanger. Trotzdem bewältigte sie souverän ihren Auftritt auf dem Laufsteg.

Das Traditionshaus Salvatore Ferragamo hingegen trat mit einer geometrisch angelegten, dynamischen Kollektion auf. So springen die mit Chiffon unterlegten, linearen Falten der wadenlangen Tweedröcke im Takt der Schritte auf. Markante Knöpfe übernehmen sowohl funktionale wie auch dekorative Aufgaben an Jacken und Mänteln.

"Disco Queens" erwarteten die Besucher bei Au jour le jour, einem der jungen, frischen italienischen Modenamen. Hier trägt die Frau im kommenden Herbst und Winter zum Beispiel Miniröcke in Python-Optik, Tops mit Schleifenakzent, goldene Steppmäntel oder zottelige Kunstfelljacken.

Bei Missoni hingegen bilden gemusterte Leggings die Basis der neuen Kollektion. Darüber werden dann zum Beispiel lange, nur mit einem Ärmel ausgestattete und marmoriert-gemusterte Strickoberteile getragen. Unter dem Kleid liegt oft als zweite Schicht ein Catsuit. Und die doppelreihig zu schließenden Jacken sind überweit geschnitten.

Kämpferische Wanderin

Zurück in die Natur - diesen Weg schlägt die Frau ein, die Marni-Mode trägt: Consuelo Castiglioni, die Designerin der italienischen Marke, präsentierte eine Kollektion, die eine "kämpferische Wanderin" in den Mittelpunkt stellt. Sie zeigte bei der Mailänder Modewoche derbe Filzstoffe und große Felltaschen auf der Kleidung.

Mit einem schützenden Lederpanzer vor der Brust soll die Frau im nächsten Winter modisch bestens ausgerüstet sein, um den Komfort der Großstadt hinter sich zu lassen. Ein Schlüsselelement ihrer Kollektion war der kragenlose hochgeschlitzte Mantel. Bei den Marni-Mustern wechseln sich abstrakte Motive mit am Wald inspirierten Drucken ab.

Die Welt von Modemacher John Richmond hingegen ist der Rock"n"Roll. Und so präsentierte der Engländer am Sonntag ein gewohnt starkes Leder-Thema mit knackig sitzenden Röcken und Röhrenhosen. Aber es gab bei ihm auch schwarz-weiße Kleider und Blumenmuster.

Mit Giorgio Armanis Show als letztem Höhepunkt fand die "Milano Moda Donna" am Montag nach sechs Tagen und rund 70 Defilees ihren Abschluss. Und der Designer überraschte dann auch seine Fans mit einem neuen Kleidungsstück, dem er selbst noch keinen Namen gegeben hatte: Eine Mischung aus Hose und Rock. Kritiker bezeichneten sie bereits als Armanis Geniestreich. Ansonsten gab es mädchenhafte Kleider, elegante, akkurat geschnittene Blazer, Jacken und Tops zu sehen. Und natürlich fehlten auch nicht die Farben Pink und Rosa.

dpa

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