Von Maren Hoffmann
Angeblich, kolportiert Sarah Kennedy, trug die Filmdiva Jean Harlow nie Unterwäsche - damit sich unter ihren zarten Kleidern keine störenden Nähte abzeichneten. Die Modedesignerin Madeleine Vionnet hatte herausgefunden, dass ein schräger Zuschnitt enge Kleider aus dünnen Stoffen vorteilhafter am Körper saßen. Der Kostümdesigner Gilbert Adrian versorgte Stars wie Harlow, aber auch die Garbo, Joan Crawford und Bette Davis mit derartigen Satinroben. Die Kleider waren tagsüber knie-, abends bodenlang.
Dieser feminine Stil steht fast jeder Frau - Originalkleider aus den 30ern sind naturgemäß schwer aufzutreiben, aber Mode- und echter Schmuck aus dieser Zeit veredelt auch moderne Kleider. Rüschenblusen waren beliebt, helle, leichte Stoffe - oder eben zeitloses Schwarz passen zum Tea-Dancer-Stil.
Wichtig ist, dass die fließenden Stoffe die Bewegungen umspielten - weshalb man, wie Harlow feststellte, vor allem eines musste: Haltung bewahren. "Man kann darin nicht krumm dasitzen oder unbeholfen herumlaufen. Man muss sich aufrecht und den Kopf oben halten", zitiert Kennedy die Filmdiva.
Und der Kopf sieht zu den Tea-Dancer-Kleidern am besten aus, wenn man sich zum Frisieren ein bisschen Zeit nimmt - für die berühmte Marcel-Welle der Stummfilmstars, die man mit ein bisschen Übung und viel Haarfestiger auch zu Hause nachbauen kann.
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