Mittwoch, 16. Januar 2019

Strandmode Gut gewickelt

Der Sommer wird elegant: Flipflops mit Glitzersteinen, elegante Kleider und Triangel-Bikinis mit asymmetrischen Trägern bringen bunte Farben an den Strand - und mit der richtigen Wickeltechnik lässt sich aus einem einfachen Pareo ein raffinierter Neckholder zaubern.

Düsseldorf/München - Bunte Ketten, Pareos und Strohhüte: In die Badetasche gehören schon lange nicht mehr nur Bikini und Handtuch. Mit den richtigen Accessoires wird das Sommer-Outfit sogar clubtauglich. Die häufigste Bikiniform in diesem Sommer sei der Triangel-Bikini, sagt Stylistin Birgit Getter aus Düsseldorf. Auch asymmetrische Träger lägen im Trend. Die trägerlose Bandeau-Variante sei dagegen out.

Knallige Farben prägen die Oberflächen, sagt Ingo Brack von der Modeschule Esmod in München. Dazu kommen wilde Naturmuster. "Kräftige Farben kann jeder tragen. Nur bei peppigen Mustern sollte man etwas aufpassen." Je üppiger die Figur, desto größer sollten die Prints sein. Außerdem gelte bei der Farbwahl: "Je kräftiger ich bin, desto besser stehen mir dunklere Farben. Schwarz und Nachtblau sind wieder im Kommen." Und wer Bikinis in grellen Farben nicht mag, greift zu knallbunten Accessoires. "Plastikarmreifen und Ohrclips in Gelb, Grün, Blau und Rot oder auffällige Ketten machen den Strandstyle perfekt", rät Brack. Wem das nicht edel genug ist, greift zu Ketten in Gold oder Korallenrot.

Ein Hingucker können auch bunte Tücher sein - ob um den Kopf oder die Hüfte gewickelt. Die großen Wickeltücher helfen, Problemzonen zu kaschieren. Sie lassen sich um die Hüften knoten - oder seitlich und oberhalb des Dekolletees." In der Kollektion von Sunflair sind sie in vielen Stilen zu sehen, daneben zeigt der Hersteller auch Strandshorts und Tankinis. Legt man die Enden über dem Dekolletee übereinander und knotet sie hinter dem Hals zusammen, wird aus dem Pareo ein Neckholderkleid.

Vom Strand in die Bar mit Kleid und Hut

Sind Bikini oder Badeanzug gemustert, sollte es der Pareo nicht auch noch sein - es sei denn, beide Muster sind perfekt aufeinander abgestimmt. Neben dem Pareo verbreiten Leinenblusen oder leicht durchsichtige, bestickte Tunikas Sommergefühl. Sie lassen sich schnell über das Bade-Outfit ziehen. Und ein Hut macht das Outfit perfekt.

"In der letzten Zeit haben viele Designer spezielle Strandkleider entworfen", fügt Getter hinzu. Bei Benetton oder bei Bademodenherstellern wie Goldfish, Opera und Olympia sind Kleider zu sehen, mit denen man direkt vom Strand in die Bar gehen kann. Wem am Abend dennoch kalt werden sollte, ist mit einer Strickjacke gut beraten.

Bei den Taschen sollten Frauen auf Gegensätze setzen. "Eine gute Kombination ist Maxi und Mini. Das heißt, wenig Stoff bei der Strandmode und dazu eine große Tasche", erläutert Brack. Zur Abendbekleidung kann man Flip-Flops in der eleganteren Variante wählen - also aus Leder statt aus Gummi, mit Kristallen verziert und mit kleinem Absatz. Auch die Gladiatorsandale sei im Trend, mit Lederschnüren, die inzwischen fast bis hoch zum Knie gewickelt sind.

Männer sind im Sommer im Polohemd fast überall gut angezogen. Ob in der Strandbar oder in der Disco - der Klassiker sorge immer für einen stilvollen Auftritt, sagt Ingo Brack. Als Farben seien Nachtblau und Fuchsia derzeit schwer angesagt. Wenn der Rest des Outfits nicht allzu bunt ist, dürfe es farblich beim Hemd auch etwas mutiger zugehen.

Manja Greß, dpa

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