Sonntag, 21. Januar 2018

Krawattenmann Henry Maske als Stil-Ikone

Die Krawatte ist tot, es lebe die Krawatte: Während die Hersteller mit Umsatzeinbußen zu kämpfen haben, kürt das Deutsche Modeinstitut unverdrossen den Krawattenmann des Jahres. Dieses Jahr Henry Maske, der in der Öffentlichkeit allerdings auch gerne mit offenem Hemd auftritt.

Krefeld - "Gentleman"-Boxer Henry Maske (44) ist der "Krawattenmann" des Jahres 2008. Der frühere Weltmeister im Halbschwergewicht (1993-1996) erhielt die Auszeichnung des Deutschen Mode-Instituts (DMI) am Dienstag in Krefeld.

Maske sei durch sein Auftreten und seine bewusst gepflegte Gesamterscheinung aufgefallen. "Alles ist stimmig", sagte DMI-Geschäftsführer Gerd Müller-Thomkins. Jedes Jahr werden Personen des öffentlichen Lebens ausgezeichnet, die mit ihrem Erscheinungsbild die Krawatte als Stilmittel in Szene setzen. Und zu Kampfsportarten passt sie allemal, ist "Krawatte" laut Duden ja auch ein "verbotener drosselnder Halsgriff" im Ringkampf.

Maske wurde mehrfach für seine sportlichen Leistungen ausgezeichnet und erhielt für das "Comeback des Jahres" 2007 einen Bambi. In TV-Produktionen schlüpfte er in Statistenrollen. Und in wenigen Monaten wird er in einer Biografie über Box-Legende Max Schmeling als Hauptdarsteller vor der Kamera stehen.

Der "Krawattenmann" wird seit 1965 jährlich vom DMI ernannt. Erster Preisträger war Schauspieler und Moderator Hans-Joachim Kulenkampff. Ihm folgten bekannte Gesichter aus Politik, Fernsehen und Sport. Im vergangenen Jahr erhielt Jazz-Musiker Roger Cicero die traditionelle Auszeichnung.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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