Von Maren Hoffmann
"Man kann nie zu viele Federboas, Turbane, Schleppen oder Pailetten haben", stellt Sarah Kennedy lakonisch im Stilkapitel zu Diana Ross fest. Mitte der 70er Jahre trat Ross in goldenen Kleidern auf, die ihre braune Haut zum Leuchten brachten - ein Entwurf von Bob Mackie. Ross war selbst sehr modeinteressiert und hatte in der Schule Designkurse belegt.
Ross stand schon in den 50er Jahren auf der Bühne, aber ihre Qualitäten als Mode-Ikone traten erst in späteren Jahren prominent hervor. Mackies bodenlange Kleider, manchmal mit Pailletten übersät oder verspielten Troddeln an den Ärmeln, wirkten auf ihre Bühnenpräsenz wie optische Verstärker.
Wer sich an diesen Stil herantraut, kann sich der allgemeinen Aufmerksamkeit sicher sein. Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt - aber stilvoll. Und die meisten Kleidungsstücke schmeicheln der Figur - und machen Spaß, weil alles funkelt und rauscht. Röcke mit Schleppen, riesige Fledermausärmel, Stolen und große Schmuckstücke gehören laut Kennedy zum Programm. Als bestes Accessoire empfiehlt sie "einen Mann mit Schirm".
© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH