Von Maren Hoffmann
Twiggy verkörperte alles, was die 60er Jahre sein wollten: Jugend, Schönheit, Avantgarde, Unkompliziertheit und Lässigkeit. Besonders beliebt, schreibt Sarah Kennedy, war die A-Linien-Form - schmale Schultern, weite Armausschnitte, schwingende Röcke. Schließlich hieß es nicht umsonst "swinging sixties".
Wer den Twiggy-Look kopieren will, sollte Freude an Farben haben: Bunte Minikleider und Röcke, große Plastikohrringe, auffällige Handtaschen. Vintage-Shoppern rät Sarah Kennedy zu ausgefallenen Designs von Rudi Gernreich - wer die Originale nicht auftreiben kann, wird auch bei Stil-Epigonen fündig. Unkompliziert: Feinrippkleider mit gleichfarbigen Strumpfhosen. Auch die Minirock-Avantgardistin Mary Quant prägte als Modemacherin die Zeit, ebenso wie ihre zeitweilige Assistentin Caroline Charles. Die Haare trug man gern in androgynen Kurzhaarfrisuren, wie es Twiggy vormachte - die Anfang der 70er Jahre den Sprung vom Model in die Schauspielerei schaffte.
So stylish er aussieht, rein praktisch hat der Original-Look Nachteile - in den 60ern kamen synthetische Stoffe auf, die heutigen Tragekomfort vermissen lassen. Dafür gab es bequeme Schuhe - halbhohe Stiefel mit niedrigen Absätzen gehören zum Look. Und man findet durchaus auch heute noch Strick-Minikleider oder Tuniken, mit denen sich der Twiggy-Stil in unser Jahrtausend übersetzen lässt.
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