Von Maren Hoffmann
Es war das erste Mal, dass das Weiße Haus nicht nur politisch, sondern auch modisch zum Mittelpunkt der westlichen Welt wurde. Als Jackie Kennedy 1961 zur First Lady Amerikas wurde, wurde sie stilprägend für viele kommende Generationen von Politiker-Frauen - eingeschlossen Carla Bruni und Michelle Obama, die den schlichten Stil mit knielangen Röcken schätzen.
Wie Sarah Kennedy schreibt, war diese Schlichtheit allerdings auch politisch motiviert: Während des Wahlkampfs gelangte eine von Jackies Kleiderrechnungen an die Öffentlichkeit, und sie entschloss sich, von französischer Mode Abstand zu nehmen und künftig amerikanische Designer zu bevorzugen. Oleg Cassini wurde ihre bevorzugte Wahl, später jedoch auch wieder Valentino und Chanel.
Die Schlüsselelemente des Jackie-Looks der 60er Jahre sind ärmellose Etuikleider (wichtig: mit Gürteln aus demselben Stoff), Pillbox-Hüte und große Knöpfe. Schuhe und Taschen sollten aufeinander abgestimmt sein.
Für das Vintage-Shopping empfiehlt Sarah Kennedy, sich nach Originalkleidern umzusehen und dabei mehr auf den Stoff als den Schnitt zu achten - ein guter Schneider kann den Schnitt anpassen, die Stoffe sind allerdings schwerer als die, die man heute meist verwendet. Unverzichtbares Accessoire: Eine große Sonnenbrille. Der Jackie-Klassiker ist laut Sarah Kennedy die 3203 von Nina Ricci.
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