Von Maren Hoffmann
Madonna ist als Mode-Ikone schwer einzuordnen - immer, wenn man den Madonna-Stil verstanden zu haben glaubte, änderte sie ihn komplett. Das Spiel mit Rollenbildern (wie es heute auch Show-Protagonistinnen wie Lady Gaga bis zum Exzess treiben) hat sie immer gekonnt betrieben. Wer sich für den Indie-Girl-Look entscheidet, wie er Mitte der 80er en vogue war, kann sich von Frauen wie Madonna oder auch der amerikanischen Schauspielerin Molly Ringwald inspirieren lassen.
Sarah Kennedy: "Kurze Röcke, Pastellfarben, flache, ausgelatschte Stiefel, Abschlussballkleider, Schleifen, Shorts und Spitzenhandschuhe gehören zu diesem Look, genauso wie natürliches Haar und Make-Up."
Unverzichtbar: Eine weite Jacke mit Schulterpolstern, flache Lederstiefel, kniehohe Schnürstiefel (etwa von DocMartens) oder High Heels, auffällige Aufschläge an Jacketts, Accessoires aus Spitze (Handschuhe, Strumpfhosen, Kragen). Abendkleidung wird gewagt mit Tageskleidung gemixt. Hüte sind immer eine gute Idee. Wer sich zur Avantgarde von gestern bekennt, sucht nach zeitgenössischen Designerstücken von Issey Miyake und Yohji Yamamoto.
Auch mit heutiger Mode lassen sich die Effekte des Indie-Girl-Stils kreieren - die Designer entdecken schließlich gerade Oversize-Effekte neu. Kombiniert mit schmalen Hosen kann man die sich nach unten trapezförmig verjüngende Silhouette erreichen, die in den 80ern in Mode war.
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