München/Düsseldorf - Für die hart erarbeitete Bikini-Figur sollte es ein großer Auftritt sein. Denn wer will sich am Strand und am 1-Meter-Brett schon unter Wert verkaufen? Die Modedesigner haben dieses Gefühl der Sonnenanbeter, Freibadgänger und Strandurlauber mittlerweile entdeckt: Vorbei sind die Zeiten, als ein übergroßes T-Shirt genügte, um in Badelatschen zur Poolbar oder zum Kiosk zu schlurfen. Denn in Tuniken, Pareos, kurzen Röcken, Strandkleidern und passenden Armreifen und Ketten sieht das gleich noch viel besser aus. Dazu kommen am besten eine abgestimmte Tasche und die richtige Sonnenbrille.
"Die Strandmode wird immer perfekter und ist teils kaum noch von normaler Sommerkleidung zu unterscheiden", sagt die Bademoden-Designerin Nora Kühner aus München. Die Kollektionen bieten nicht nur figurschmeichelnde Tankinis, die mit ihrer längeren Form Speckröllchen kaschieren und gleichzeitig als Top herhalten können. "In diesem Sommer sind es - wie in der Mode allgemein - vor allem Tuniken in unterschiedlichsten Variationen."
Mal im Look des Badeanzugs oder Bikinis, gern auch Uni oder in den angesagten Knallfarben mit großformatigen Blumen - auf jeden Fall sind Tuniken in diesem Sommer mit vielen modischen Details ausgestattet. Da gibt es Raffungen, mit Schmuckteilen reich verzierte Ausschnitte, Flatter- oder Boleroärmel. Und auch in Sachen Längen ist die Auswahl riesig - je nachdem wie viel Bein Frauen zeigen wollen.
Glitzernde Schnürsandalen
"Mit einem Ethno- oder Flechtgürtel lässt sich die Tunika dann auch problemlos am Abend zum Essen in einer Tapas-Bar oder Trattoria tragen", sagt Imageberaterin Rosel Haas aus Düsseldorf. Nur breit sollte der Gürtel sein. Für Mutige darf er in der Sonne oder im abendlichen Kerzenschein auch kräftig glitzern. Das gilt auch für die Schuhe: "Tagsüber trägt man zu den Tuniken flache Zehenteiler, abends dann eine Sandale mit kleinem Absatz. Das peppt das Outfit gleich auf", sagt Kühner.
Gold, Silber, Metallic im Allgemeinen - Glitzerschuhe dürfen es in beiden Fällen sein. Die Römersandalen laufen den Zehenteilern - besser bekannt als Flip-Flops - in diesem Sommer allerdings den Rang ab. "Das sind die Gewinner der Saison, und sie sind alles andere als ökig", sagt Martin Wuttke vom Trendteam der Internationalen Lederwarenmesse in Offenbach. Denn auch die Schnürsandalen dürfen kräftig glitzern.
Tuniken sind allerdings nicht das einzige Kleidungsstück, das zu Bikini und Badeanzug passt. Auch ein Strandkleid sollte jede haben. Das gibt es klassisch in gestretchter Baumwolle, als coole Flattervariation mit asymmetrischem Zipfelsaum oder in Wickeloptik. "Da lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Dann kann es zum wichtigsten Stück der Urlaubsgarderobe werden", sagt Rosel Haas.
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