Donnerstag, 8. Dezember 2016

Hollywood Oscars 2016 - DiCaprio, Brie Larson und Mad Max räumen ab

Endlich: Leonardo DiCaprio mit seinem Oscar

Die Oscars sind vergeben. Bester Film: Spotlight. Erstmals in seiner Karriere erhielt Leonardo DiCaprio den Preis als bester Schauspieler. Newcomerin Brie Larson ist beste Hauptdarstellerin. Die Show war dominiert von der Debatte um "weiße Oscars".

"Spotlight" ist mit dem Oscar als bester Film des Jahres ausgezeichnet worden. Das Drama von Regisseur Thomas McCarthy erzählt, wie ein Team von Journalisten des "Boston Globe" den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche der USA aufdeckte.

Der Preis für die beste Regie ging zum zweiten Mal in Folge an Alejandro González Iñárritu für "The Revenant". Letztes Jahr hatte der Mexikaner die Auszeichnung für "Birdman" bekommen.

Erstmals in seiner Karriere erhielt Leonardo DiCaprio den Preis als bester Schauspieler für seine Leiden und Leistung in "The Revenant".

Bei den Frauen erfolgreich: Brie Larson. Die 26-Jährige wurde für ihre Rolle in "Room" als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Die Nebenrollen-Oscars gingen an die Schwedin Alicia Vikander und den britisch-amerikanischen Schauspieler Mark Rylance. Die 27-jährige Vikander bekam die Auszeichnung für ihre Rolle in dem Transsexuellendrama "The Danish Girl". Rylance wurde für sein Spiel in dem Steven-Spielberg-Film "Bridge of Spies - Der Unterhändler" ausgezeichnet.

Der Deutsche Patrick Vollrath ging bei den Oscars leer aus. Der Regisseur aus Niedersachsen war in der Sparte Live-Action-Kurzfilm mit seinem Werk "Alles wird gut" nominiert gewesen.

Die meisten Oscars - insgesamt sechs - holte das postapokalyptische Actionspektakel "Mad Max Fury Road". Es gab Trophäen für das Kostüm- und das Produktionsdesign, für den Film- und den Tonschnitt, die Tonmischung sowie Make-up/Hairstyling.

"Wenn deine Großmutter an einem Baum hängt"

Doch den größten Gesprächsstoff dieser 88. Verleihung lieferte Moderator Chris Rock. "Klar, verdammt, ist Hollywood rassistisch", erklärte er dem Publikum. Es folgten eine Abrechnung mit Hollywood - in den wichtigsten Oscar-Kategorien waren keine Afroamerikaner nominiert.

"Warum protestieren wir jetzt? Warum bei diesen Oscars?" Diese ganze "keine Schwarzen"-Sache habe es schon mehr als 70 Mal gegeben. "Da gab es aber keine Prosteste", sagte Rock mit Verweis auf die Fünfziger- und Sechzigerjahre. "Wir waren damit beschäftigt, vergewaltigt und gelyncht zu werden. Wenn deine Großmutter an einem Baum hängt", dann sei einem egal, was die beste Dokumentation sei.

Vizepräsident Joe Biden nutzte die Gala, um auf seine Kampagne gegen sexuelle Gewalt an US-Universitäten aufmerksam zu machen. Seinem Auftritt folgte eine bewegende Performance von Lady Gaga, die ihren Song "Til it happens to you" sang, zum Schluss kamen Missbrauchsopfer auf die Bühne. Viele der Prominenten im Publikum waren zu Tränen gerührt.

Im Video: Leonardo DiCaprio über seine Rolle in "The Revenant"

gam/dpa

Nachrichtenticker

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH