Montag, 16. Juli 2018

BMW-Aktionärin und reichste Frau Deutschlands Susanne Klatten und ihr Mann trennen sich

Susanne und Jan Klatten (Bild Archiv)

Susanne Klatten und ihr Mann Jan gehen in Zukunft getrennte Wege - die Ehe der Unternehmerin und reichsten Frau Deutschlands steht vor dem Aus. Das Paar hat drei Kinder und trennt sich offensichtlich in Freundschaft.

Die Ehe von Deutschlands reichster Frau steht vor dem Aus: Nach 28 Jahren Ehe gehen die BMW-Aktionärin Susanne Klatten und ihr Mann Jan getrennte Wege. "Wir gehen in Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und in Freundschaft in eine neue Lebensphase", heißt es in einer persönlichen Erklärung des Paares, über die zuerst die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) berichtete.

Insgesamt habe sich ihre Beziehung über "mehr als 30 gute und spannende Jahre" erstreckt. Das Paar hat drei Kinder. "Themen im unternehmerischen wie auch im privaten Umfeld werden uns weiterhin verbinden", heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Zusammen mit ihrem Bruder Stefan Quandt ist Klatten Erbin von Johanna Quandt, der Witwe des Industriellen Herbert Quandt. Susanne Klatten gehört ein Anteil von 20,9 Prozent des Automobilunternehmens BMW. Nach der Liste des US-Magazins "Forbes" gilt sie als reichste Frau Deutschlands.

Aus ihrem Erbe hat Susanne Klatten eine eigene unternehmerische Tätigkeit aufgebaut. Zu ihrer Beteiligungsgesellschaft "Skion" gehören unter anderem der Spezialchemie-Konzern Altana sowie Anteile am Windkraftanlagen-Hersteller Nordex und am Kohlenstoff-Verarbeiter SGL Carbon. Bei SGL Carbon ist sie die Vorsitzende des Aufsichtsrats.

Die gesamte Familie schirmt ihr Privatleben so weit wie möglich ab und gibt kaum Interviews. Susanne Klatten geriet allerdings in den Fokus der Öffentlichkeit, nachdem sie im Jahr 2007 Opfer eines Liebesbetrügers geworden war. Über diesen Fall und den aufsehenerregenden Prozess hat sie sich öffentlich nicht geäußert.

Im Jahr 2015 sprach sie in einem ihrer seltenen Interviews über ihren Reichtum und darüber, wie sie ihren Mann kennengelernt hat. Sie räumte damals mit dem Gerücht auf, ihr Mann habe nach dem Kennenlernen sieben Monate lang nicht gewusst, wer sie sei. "Diese Geschichte war frei erfunden", sagte sie. "Wir wurden uns schon vorgestellt, als ich in der BMW-Zentrale in München in einer Finanzabteilung arbeitete."

Später im Werk Regensburg habe sie den Ingenieur zufällig in der Kantine wiedergesehen. "Also bin ich zielstrebig auf ihn zugegangen und habe mit ihm zu Mittag gegessen, was die ganze Kantine mitbekommen hat. Das wurde interessiert beobachtet."

Ihr Vermögen wertete Klatten in dem damaligen Interview vor allem als große Aufgabe: "Wenn man Mittel in dieser Höhe hat, muss man sich auch darum kümmern. Das ist ja nichts, was man ausgeben kann."

rei mit dpa

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