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28.01.2013
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Mitten in der Solarkrise
Solarworld-Chef kauft Gottschalks Schloss

Schloss Marienfels bei Remagen am Rhein: Asbeck wird wohl mehr als fünf Millionen Euro für das Anwesen bezahlt haben
DPA

Schloss Marienfels bei Remagen am Rhein: Asbeck wird wohl mehr als fünf Millionen Euro für das Anwesen bezahlt haben

Seinen Gläubigern droht ein Schuldenschnitt, seinen Mitarbeitern die Kündigung, aber dem Firmenlenker selbst geht es so gut wie nie: Mitten in der schwersten Krise seines Unternehmens hat Solarworld-Chef Frank Asbeck Thomas Gottschalk sein Schloss am Rhein abgekauft.

Remagen/Bonn - Der Chef des angeschlagenen Sonnenstromkonzerns Solarworld hat dem Entertainer Thomas Gottschalk ein Schloss abgekauft. Der Erwerb sei schon länger her, das Anwesen Marienfels bei Remagen am Rhein werde nun Sitz seiner gemeinnützigen Stiftung, sagte Firmenchef Frank Asbeck. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers".

Der Preis für das Schloss mit 800 Quadratmetern Wohnfläche, 14 Zimmern, drei Terrassen sowie freskenverziertem Pool lag der Zeitung zufolge bei mehr als fünf Millionen Euro. Zu dem Anwesen gehörten noch 100.000 Quadratmeter Waldgelände, hieß es weiter.

Gottschalk hatte Medienberichten zufolge im November 2012 angekündigt, sein prachtvolles Schloss am Rhein verkaufen zu wollen. Wie "Stern" und "Bild"-Zeitung damals berichteten, zahlte der Entertainer vor acht Jahren rund 3,5 Millionen Euro, weitere 1,5 Millionen seien für die Renovierung draufgegangen. Seine Bedingung lautete demnach damals: "Der potenzielle Käufer sollte schon einen Bausparvertrag von deutlich über fünf Millionen Euro haben, wenn er sich ein Schloss leisten will." Zudem müsse das Mobiliar übernommen werde, das seine Frau Thea ausgesucht habe.

Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, besitzt der Solarworld-Chef Asbeck, der in der Branche als Sonnenkönig und schillernde Figur bezeichnet wird, schon ein Schloss in direkter Nachbarschaft des Remagener Anwesens. Mit dem Neuerwerb ergänze er nun sein Jagdrevier, hieß es weiter.

2008 hatte Asbeck mit Übernahmeplänen für die deutschen Opel-Fabriken von sich Reden gemacht. Zuletzt hatte der 53-jährige Unternehmer am Freitag negative Schlagzeilen verursacht: Sein Konzern Solarworld war im letzten Quartal 2012 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Nun sollen die Gläubiger bei einem Schuldenschnitt auf einen Teil ihres Geldes verzichten. "Weitere Anpassungen auf der Lohnkostenseite" seien möglich, sagte Asbeck. Solarworld hat bereits rund 500 Stellen abgebaut und beschäftigt inzwischen 2500 Menschen.

mg/dpa-afx

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