Sonntag, 2. August 2015

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Werbelegende Wie Coca-Cola den Weihnachtsmann nicht erfand

Der Weihnachtsmann: Cokes bester Verkäufer
Fotos
Coca-Cola

4. Teil: Pin-up-Girls statt Weihnachtsmänner

So erfand Coca-Cola 1931 weder den Weihnachtsmann noch seine rot-weiße Arbeitskleidung. Das einzige, was der Konzern tat: Er ersetzte die Flasche Ginger Ale auf den Werbeanzeigen der Brauerei White Rock durch eine Flasche Coke. Nachdem zuvor White Rock gleiches mit dem Santa Claus des Karikaturisten Thomas Nast getan hatte, der noch eine Pfeife statt eines Glases Mineralwasser oder Ginger Ale in der Hand gehalten hatte.

Dass Coca-Cola Börsen-Chart zeigen bis heute Vielen als Erfinder des modernen Weihnachtsmanns gilt, liegt schlicht an der Jahrzehnte lang gut geölten Marketingmaschinerie des Weltkonzerns.

Fernsehen verdrängt Plakatwerbung

Diese probiert seither nicht nur den Schlitten und die Vorgänger des Weihnachtsmanns vergessen zu machen. Sie legt auch keinen wert darauf, daran zu erinnern, womit der Werbezeichner Haddon Sundblom in späteren Jahren sein Geld verdiente. Denn Mitte der Sechziger war es mit den Aufträgen von Coca-Cola vorbei. Das Fernsehen hatte die alten Werbeplakate verdrängt.

Sundblom indes hatte sich da längst einen Namen auf anderen Pfaden gemacht. Er wurde zu einem der berühmtesten Zeichner von Pin-up-Girls. Eines seiner bekanntesten Motive und zugleich das letzte große Werk vor seinem Tod im Jahre 1976 war die Titelseite der 1972er Weihnachtsausgabe des "Playboy".

Das Cover der Ausgabe zierte eine nur ansatzweise von einem roten Mantel, weißem Pelz und einer Zipfelmütze verhüllte Blondine. Daneben in weißer Schreibschrift auf rotem Grund der Satz: "Enjoy our "Gala" Christmas issue". Ein Schelm, wer böses dabei denkt, dass sich das Wörtchen "Gala" dabei fast wie "Cola" las.

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