Montag, 25. Mai 2015

Geld in der Schweiz Steuerrazzia bei Modeunternehmer Eickhoff

Unternehmer Eickhoff: "Damals gehörte es zum guten Ton, Geld ins Ausland zu schaffen"

Bei Ermittlungen gegen Steuersünder, die ihr Geld in die Schweiz geschafft haben, ist auch der Düsseldorfer Modeunternehmer Albert Eickhoff ins Visier der Fahnder geraten. Staatsanwälte durchsuchten mehrere Firmen- und Privaträume.

Düsseldorf/Bochum - Bei der bundesweit angelegten Durchsuchung mehrerer Firmen und Privaträume durchsuchte die Staatsanwaltschaft Bochum am Montag auch die Privatvilla von Albert Eickhoff in Meerbusch, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.

Bei Eickhoff, dessen Unternehmen zu den bekanntesten Modedynastien der Republik zählt, waren die Fahnder auf eine Stiftung in der Schweiz gestoßen.

Der Modemillionär bestätigte die Razzia der Zeitung. Über seine Stiftung in der Schweiz sagte er: "Damals gehörte es zum guten Ton, Geld ins Ausland zu schaffen. Man konnte ja nicht wissen, ob das Geld in Zukunft in Deutschland sicher ist."

Im Mai 2012 habe er die Bank in der Schweiz gebeten, "das Konto zu legalisieren". Die unterschlagenen Zinserträge aus den letzten Jahrzehnten habe er in seiner Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt zum Jahresende deklarieren wollen.

Eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung hat der Unternehmer nicht erstattet. Eickhoff: "Da war ich zu doof."

la/apd

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