Hamburg/Berlin - Wenn man den PS-63P3H auf den Boden legen würde und eine Matratze darüber, könnte bequem ein Jugendlicher darauf schlafen. Wahrscheinlich würde er aber lieber fernsehen.
Denn das Samsung-Modell ist der größte auf dem deutschen Markt erhältliche Flimmerkasten - er bietet eine Bildschirmdiagonale von 160 Zentimetern und kostet 25.000 Euro.
Der koreanische Hersteller Samsung
, wohl wissend, dass der Durchschnittsbürger in den Industrienationen nur unwesentlich mehr Zeit im Bett denn vor dem Fernseher verbringt, stellt auf der IFA schon den Nachfolger des Plasma-TVs mit noch einmal 15 Zentimetern mehr Diagonale (70 Zoll) vor. Konkurrent LG Electronics zeigt auf seinem Messestand sogar ein Modell, das mit 71 Zoll die Rekordmarke der näheren Zukunft markiert.
"Das Limit markiert die Wohnzimmerwand"
Beide Giganten-TV's sollen im Frühjahr auf den Markt kommen - doch der Wettlauf um den größten Bildschirm dürfte damit noch längst nicht beendet sein - die Kundschaft giert oder träumt zumindest von noch mehr Fläche zum Fernsehen.
"Das Limit markiert die Wohnzimmerwand", sagt Handelsexperte Joachim Dünkelmann gegenüber manager-magazin.de - damit liegt die Latte auf einer Höhe von 2,50 Meter. Vorausgesetzt, das Sofa steht etwa fünf Meter entfernt, denn dicht am Riesenschirm sitzend ist das Sehvergnügen deutlich geschmälert.
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Dünkelmann ist stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands Technik des Einzelhandels und hält "schon in naher Zukunft weitaus größere Bildschirme für möglich". Auch Winni Sczersputowski, Sprecher der Samsung-PR-Agentur "Die Matrix", ist sicher, dass das Rennen um Größe "weiterhin eine rasante Entwicklung nehmen wird".
Warum Hersteller von der Plasma-Technologie abrücken
So hätte es vor einem Jahr noch geheißen, bei LCD-Monitoren sei die Maximalgröße bei 30 Zoll erreicht, darüber hinaus könnten keine vernünftigen Preise mehr kalkuliert werden. Ein Irrtum, auf der IFA sind jetzt Geräte mit 54 Zoll Diagonale vertreten.
"Mittelfristig gehört der LCD-Technologie die Zukunft", sagt Sczersputowski gegenüber manager-magazin.de. Denn die Geräte glänzten bei vergleichbarer Bildqualität im Vergleich zur Plasma-Technik mit geringerem Gewicht und Stromverbrauch.
Plasma-Fernseher, die im Vergleich wesentlich mehr Hitze entwickeln, seien den LCD's in Sachen Lebensdauer aber ebenbürtig. Andere Fachleute sprechen allerdings von einer technologisch bedingten schnelleren Alterung der Plasma-Monitore. Hersteller Sharp hat bereits angekündigt, keine weiteren Plasma-Modelle mehr zu entwickeln.
Kaufinteressenten sollten sich nicht nur von Superlativen locken lassen. Die Produktbreite auf dem Fernsehmarkt ist derzeit so umfangreich wie nie zuvor - und keine der konkurrierenden Technologien kann momentan den Rest in allen Kategorien ausstechen.
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