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01.09.2003
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XXL-Fernseher

So weit das Auge reicht

Von Christian Buchholz

Der Traum vom großen Fernsehbild im Wohnzimmer kann schon ab 1500 Euro Wirklichkeit werden - aber auch leicht das Zehnfache kosten. Fünf Technologien buhlen auf der IFA um Aufmerksamkeit bei allen, die ihre alte Röhre gegen großes Kino-Feeling tauschen möchten. manager-magazin.de präsentiert eine Produktschau.

Hamburg/Berlin - Wenn man den PS-63P3H auf den Boden legen würde und eine Matratze darüber, könnte bequem ein Jugendlicher darauf schlafen. Wahrscheinlich würde er aber lieber fernsehen.

  Sony KE-50MR1:  127 Zentimeter Bildschirm-Diagonale für rund 14.000 Euro
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Sony KE-50MR1: 127 Zentimeter Bildschirm-Diagonale für rund 14.000 Euro

Denn das Samsung-Modell ist der größte auf dem deutschen Markt erhältliche Flimmerkasten - er bietet eine Bildschirmdiagonale von 160 Zentimetern und kostet 25.000 Euro.

Der koreanische Hersteller Samsung Chart zeigen, wohl wissend, dass der Durchschnittsbürger in den Industrienationen nur unwesentlich mehr Zeit im Bett denn vor dem Fernseher verbringt, stellt auf der IFA schon den Nachfolger des Plasma-TVs mit noch einmal 15 Zentimetern mehr Diagonale (70 Zoll) vor. Konkurrent LG Electronics zeigt auf seinem Messestand sogar ein Modell, das mit 71 Zoll die Rekordmarke der näheren Zukunft markiert.

"Das Limit markiert die Wohnzimmerwand"

Beide Giganten-TV's sollen im Frühjahr auf den Markt kommen - doch der Wettlauf um den größten Bildschirm dürfte damit noch längst nicht beendet sein - die Kundschaft giert oder träumt zumindest von noch mehr Fläche zum Fernsehen.

"Das Limit markiert die Wohnzimmerwand", sagt Handelsexperte Joachim Dünkelmann gegenüber manager-magazin.de - damit liegt die Latte auf einer Höhe von 2,50 Meter. Vorausgesetzt, das Sofa steht etwa fünf Meter entfernt, denn dicht am Riesenschirm sitzend ist das Sehvergnügen deutlich geschmälert.

  Sharp LC-37HV4E:  94 cm/ 8.999 Euro   Philips 50 PF 9965  127 cm Bilddiagonale, Plasma / Antireflex-Beschichtung / Full Dual Screen mit 2 Tunern / Easy Text mit 1200 Seitenspeicher / Gewicht : 46 kg   BeoVision 5 von Bang+Olufsen: 104 cm Bilddiagonale / Plasma Flatscreen/Anti-Reflexbeschichtung 20.395 Euro
  Samsung PS-63P3H:  160cm/ Bildschirmdiagonale/ 2 integrierte/ Fernsehtuner/ Euro-Multisystem/ Auflösung 1366x768 (Breitbild XGA)/ Helligkeitswert 700cd/m²/ Kontrastrate 1200:1/ Virtual Dolby Surround Sound/ PC-Anschlüsse (DVI-I und D-Sub)   Articos 55 von Loewe: 140cm/ Rückprojektion mit Digital-Light-Processing (DLP)/ In Kooperation mit Carl Zeiss und Texas Instruments entwickelt / ca. 7000 Euro   Tharus 110 von Grundig: 110 cm/Plasma Flat Screen/ ca. 5300 Euro
Sony Network Media Receivers Realität   Kabeloser LCD-TV:  Sharp Aquos Mobile   TFT-Flachbildschirm mit 1600 mal 1200 Pixeln - TV-Empfangsteil nicht enthalten:  Samsungs SyncMaster 213T, 16,7 Millionen Farben bei 21 Zoll Diagonale / 0,27 Millimeter Pixelabstand / 25 Millisekunden Bildaufbauzeit / 170 Grad horizontaler und vertikaler Einblickwinkel

Parade der großen Bilder-Spender
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Dünkelmann ist stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands Technik des Einzelhandels und hält "schon in naher Zukunft weitaus größere Bildschirme für möglich". Auch Winni Sczersputowski, Sprecher der Samsung-PR-Agentur "Die Matrix", ist sicher, dass das Rennen um Größe "weiterhin eine rasante Entwicklung nehmen wird".

Warum Hersteller von der Plasma-Technologie abrücken

So hätte es vor einem Jahr noch geheißen, bei LCD-Monitoren sei die Maximalgröße bei 30 Zoll erreicht, darüber hinaus könnten keine vernünftigen Preise mehr kalkuliert werden. Ein Irrtum, auf der IFA sind jetzt Geräte mit 54 Zoll Diagonale vertreten.

"Mittelfristig gehört der LCD-Technologie die Zukunft", sagt Sczersputowski gegenüber manager-magazin.de. Denn die Geräte glänzten bei vergleichbarer Bildqualität im Vergleich zur Plasma-Technik mit geringerem Gewicht und Stromverbrauch.

Plasma-Fernseher, die im Vergleich wesentlich mehr Hitze entwickeln, seien den LCD's in Sachen Lebensdauer aber ebenbürtig. Andere Fachleute sprechen allerdings von einer technologisch bedingten schnelleren Alterung der Plasma-Monitore. Hersteller Sharp hat bereits angekündigt, keine weiteren Plasma-Modelle mehr zu entwickeln.

Kaufinteressenten sollten sich nicht nur von Superlativen locken lassen. Die Produktbreite auf dem Fernsehmarkt ist derzeit so umfangreich wie nie zuvor - und keine der konkurrierenden Technologien kann momentan den Rest in allen Kategorien ausstechen.

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