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15.09.2007
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Citroën C-Cactus

Die Kunst des Weglassens

Von Jürgen Pander

Kein unnötiger Schnickschnack, extrem sparsam im Spritverbrauch und trotzdem kein dröges Sparmobil. Die Hybrid-Studie C-Cactus von Citroën überzeugt durch ihren gekonnten Minimalismus.

Frankfurt am Main - Es muss eben nicht immer mehr sein. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt stellt Citroën ein Fahrzeug vor, das einen bisweilen schon lächerlichen Reflex der Autohersteller einfach ignoriert: jedes neue Modell mit immer mehr Technikdetails, Elektronikspielereien oder Luxusmätzchen auszustaffieren.

Die Franzosen haben stattdessen ein minimalistisches Auto gebaut: 4,20 Meter lang, rundum originell und intelligent, das von einem Diesel-Hybridantrieb flottgemacht wird und dennoch nicht mehr kosten soll als 16.000 Euro.

Wie das? Man habe, erklären die Citroën-Entwickler, "bewusst auf alle Ausstattungen verzichtet, die nicht wesentlich für das Wohlbefinden der Insassen sind". Wert gelegt wurde vielmehr "auf eine Technik, Gestaltung und Ausstattung, die mit dem Umweltbewusstsein und der Konsequenz aufgeklärter Fahrzeugnutzer im Einklang" stehe.

Fahren ohne Armaturenbrett

Ökologisch ist der Wagen ein Musterknabe: Der 70 PS starke Dieselmotor geht gemeinsam mit einem 30 PS starken Elektromotor ans Werk, der im Kupplungsgehäuse integriert ist. Dadurch liegt der Verbrauch im Durchschnitt bei 3,4 Litern Diesel je 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 78 Gramm je Kilometer entspricht.

Dabei handelt es sich beim C-Cactus, so der Name der aufgeweckten Studie, nicht um ein verhärmtes Geizmobil, sondern im Gegenteil um ein luftiges, fröhliches Auto. Studieren lässt sich an dem Modell vor allem die Kunst des Weglassens. Ein Armaturenbrett beispielsweise gibt es nicht. Alle wichtigen Bedienelemente und Anzeigen sind entweder in der feststehenden Lenkradnabe oder in der Mittelkonsole untergebracht, die sich zwischen den beiden Vordersitzen aufschwingt.

Statt eines Handschuhfachs gibt es eine Tasche, die angeklippt, aber auch außerhalb des Wagens genutzt werden kann. Und weil der C-Cactus über eine Klimaanlage verfügt, wurde auf Fensterheber verzichtet. Lediglich die Scheibe an der Fahrertür lässt sich aufschieben, um ein Parkticket zu lösen oder nach dem Weg zu fragen.

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