19.07.2013
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Geräte im Heimnetzwerk
Alle mit allem

Smart TV: Im schlauen Haus ist die gesamte Elektronik untereinander vernetzt
REUTERS

Smart TV: Im schlauen Haus ist die gesamte Elektronik untereinander vernetzt

Vom Fernseher über Radios und Tabletrechner bis zum Blu-ray-Player: Es gibt kaum ein Gerät, dass sich nicht ins heimische Netzwerk einbinden lässt. Selbst kabellos geht das mit Hilfe von Standards wie DLNA und Airplay inzwischen relativ unkompliziert.

Berlin - Das Internet ist im Wohnzimmer angekommen: Jeder Dritte hatte Ende 2012 in Deutschland seinen Fernseher mit dem Netz verbunden, entweder direkt oder über ein Zusatzgerät. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des IT-Verbands Bitkom hervor. Acht Prozent surfen demnach über ihren Blu-ray-Player, fünf Prozent nutzen eine Spielekonsole. Sind die Geräte ans Netz angebunden, kann der Nutzer damit aber nicht nur Videos und Musik aus dem Internet, sondern auch aus dem heimischen Netz abrufen.

Wer sich dafür interessiert, stößt früher oder später auf die Abkürzung DLNA. Die vier Buchstaben stehen für "Digital Living Network Alliance". "Das ist ein Zusammenschluss von rund 250 Firmen, die einen Standard etabliert haben, auf dem ihre Geräte Multimedia-Daten via Netzwerk bereitstellen, streamen und abspielen können", erklärt Markus Mizgalski von der Zeitschrift "PC Praxis".

DLNA-fähig können neben Fernsehern auch andere Geräte sein - darunter Blu-ray-Player, Satelliten-Receiver, Internetradios, Funklautsprecher, AV-Receiver, aber auch Netzwerkspeicher, Router sowie Smartphones, Phablets und Tablets. Unterstützen zwei Geräte DLNA, erkennen sie sich im Netzwerk gegenseitig, selbst wenn sie von unterschiedlichen Herstellern kommen. So wird die Einrichtung eines Heimnetzwerks auch für Anfänger zum Kinderspiel.

Die Anwendungsszenarien sind äußerst vielfältig. "Stellen Sie sich vor, Sie pflegen eine Mediensammlung auf Ihrem Computer im Arbeitszimmer", erklärt Andreas Frank, Redakteur bei der Zeitschrift "Connected Home". "Mit DLNA können Sie bequem vom Sofa im Wohnzimmer die Bilder betrachten und die Musikstücke hören. Und zwar wahlweise auf Ihrem Fernseher oder direkt auf dem Tablet-Computer." Wo die Daten gespeichert sind, ist dabei erst einmal unwichtig.

Dreh- und Angelpunkt ist der Router

Dreh- und Angelpunkt in jedem Heimnetzwerk ist der Router. Er verteilt die Daten zwischen den verschiedenen Geräten. Für das Streamen von Multimedia-Daten reicht in der Regel ein Router mit Ethernet-Buchsen, die 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) transportieren, so Frank. Gigabit-LAN (1000 MBit/s) lohnt sich vor allem für das schnelle Kopieren von Dateien zwischen zwei Geräten im Netzwerk.

Für flüssiges Streaming per Funk sollte der Router den schnellen WLAN-Standard 802.11n unterstützen. Dessen Nachfolger 802.11ac ist zwar noch schneller, bisher sind aber nur wenige Geräte damit ausgestattet. Jetzt schon ein echter Vorteil ist es, wenn der Router neben dem 2,4-Gigahertz- (GHz) auch im 5-GHz-Band funkt.

"Im 2,4-GHz-Band ist heute ein Großteil aller Router unterwegs. Dadurch stören sie sich gegenseitig", erklärt Frank. "Das 5-GHz-Band wird noch relativ wenig genutzt und bietet dadurch mehr Reserven." Damit der Frequenzwechsel klappt, müssen neben dem Router auch alle Endgeräte beide Bänder unterstützen. Wer einen sogenannten Dual-Band-Router besitzt, kann sogar zwei parallele Netze auf beiden Frequenzen aufbauen.

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